Führerloses Traktorgespann rollt auf A7 bei Bad Grönenbach: Vollsperrung
Ein unzureichend gesichertes Traktorgespann rollte bei Bad Grönenbach auf die A7 und wurde erst von der Leitplanke gestoppt, wodurch die Autobahn zeitweise voll gesperrt werden musste.
In den Nachmittagsstunden des Donnerstags, 06.08.2026, war ein 67-jähriger deutscher Landwirt auf einem neben der A7 gelegenen Feld bei Bad Grönenbach mit dem Ausbringen von Gülle beschäftigt. Um einen Wildfangzaun zu schließen, stellte er seinen Traktor mit angehängtem Güllefass kurz ab und stieg von seinem Gespann.
Nach jetzigem Stand der Ermittlungen war die Handbremse des Traktors nicht ausreichend angezogen, sodass das Gespann im abschüssigen Gelände Richtung Autobahn rollte. Dabei nahm es so viel Fahrt auf, dass es zunächst den Wildfangzaun durchbrach und erst durch die Autobahnleitplanke gestoppt werden konnte. Der Traktor ragte jedoch in den Standstreifen der A7, sodass ein 45-jähriger deutscher Pkw-Fahrer, der die A7 in Fahrtrichtung Würzburg befuhr, stark abbremsen musste und so einen Zusammenstoß verhindern konnte.
Um den stark qualmenden Traktor abzulöschen und das Gespann bergen zu können, musste die A7 zeitweise durch die Feuerwehr voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Anschlussstellen Allgäuer Tor und Dietmannsried abgeleitet. Am Unfallort waren neben der aufnehmenden Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Memmingen 24 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Dietmannsried, 9 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Überbach sowie die Kreisbrandmeister der Landkreise Ober- und Unterallgäu im Einsatz.
Am Traktor entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von etwa 5.000 Euro, am Güllefass brach die Anhängevorrichtung mit einem Sachschaden von etwa 3.000 Euro. Der Schaden an der Leitplanke wird auf etwa 5.500 Euro geschätzt. Glücklicherweise kam es zu keinem Personenschaden.



