Landkreis Oberallgäu & KemptenRegionalnachrichten

Wildcamper in den Allgäuer Hochalpen: Mann versucht Alpinpolizei mit falschen Angaben zu täuschen

Bei einer Naturschutzkontrolle in den Allgäuer Hochalpen gab ein 58-Jähriger zunächst falsche Personalien an, bevor er unter Druck ein Ausweisdokument vorlegte.

Am Morgen des 15. August 2026 führte die Alpinpolizei Oberstdorf gemeinsam mit der Naturschutzwacht des Landratsamts Oberallgäu Kontrollen in den Allgäuer Hochalpen durch. Dabei trafen die Beamten auf einen 58-jährigen Mann, der offensichtlich im Naturschutzgebiet campiert hatte.

Im Rahmen der Kontrolle wollten die Polizeibeamten seine Personalien feststellen. Der Mann gab an, kein Ausweisdokument mitzuführen, und nannte stattdessen mündlich Personalien. Ein Abgleich mit den polizeilichen Datensystemen ergab jedoch zunächst keinen Treffer. Auch nach einer eingehenden Befragung beharrte der Mann auf seinen Angaben.

Erst nachdem ihm die Beamten erklärt hatten, dass sie ihn zur Überprüfung seiner Personalien zur Polizeiinspektion Sonthofen ins Tal begleiten würden, räumte der Mann ein, falsche Angaben gemacht zu haben, und übergab ein Ausweisdokument. Er muss sich nun neben dem naturschutzrechtlichen Verstoß auch wegen des Verdachts der falschen Namensangabe verantworten.

Im Zuge der Kontrollen beanstandeten die Beamten insgesamt sieben Personen, von denen einige mit Zelten im Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen übernachtet hatten. Zudem sammelte die Naturschutzwacht zahlreiche zurückgelassene Abfälle ein. Die Alpinpolizei weist darauf hin, dass das Landratsamt Oberallgäu für Verstöße gegen naturschutzrechtliche Vorschriften Bußgelder von bis zu 400 Euro verhängen kann.

Zuständig: Polizeiinspektion Sonthofen (Alpinpolizei Oberstdorf)

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