Bayerische Polizei erhält ab Herbst 2026 mehr als 610 neue Polizistinnen und Polizisten
Innenminister Joachim Herrmann kündigt zum 1. September 2026 einen deutlichen Personalzuwachs für die Bayerische Polizei an, von dem auch die Grenzpolizei und das neue Drohnenkompetenzzentrum profitieren.
Zum 1. September 2026 verstärken mehr als 610 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen der Polizeiausbildung und des Polizeistudiums die Verbände der Bayerischen Polizei. Das teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in einer Pressemitteilung (PM 283/2026) vom 30. August 2026 mit. Nach Abzug notwendiger Nachbesetzungen, insbesondere für Ruhestandsabgänge, ergibt sich ein Netto-Personalplus von rund 300 Polizistinnen und Polizisten.
„Mit den zusätzlichen Einsatzkräften bauen wir die Polizeipräsenz in Bayern weiter aus und stärken die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Herrmann. Von den insgesamt 612 neuen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten sind 45 für die Bayerische Grenzpolizei vorgesehen. Auch das zum 1. April 2026 in Betrieb gegangene Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei in Erding erhält 22 zusätzliche Stellen. Dazu sagte Herrmann: „Dadurch stärken wir die Handlungsfähigkeit Bayerns im Kampf gegen die Gefahr durch Drohnenangriffe weiter.“
Der Innenminister betonte zudem die langfristige Personalstrategie des Freistaats: Aktuell verfüge die Bayerische Polizei über mehr als 45.700 Stellen. Mit dem Doppelhaushalt 2026/2027 erhalte die Bayerische Polizei im Jahr 2027 weitere 200 neue Stellen und erreiche damit eine neue Höchstmarke im Stellenbestand. Seit 2008 seien damit mehr als 8.800 zusätzliche Stellen geschaffen worden – laut Herrmann deutschlandweit einmalig.
Herrmann verwies zudem auf die aus seiner Sicht hervorragende Sicherheitslage in Bayern, die vor allem auf die Arbeit der Bayerischen Polizei zurückzuführen sei: „Bayern ist das sicherste Bundesland in Deutschland – mit der niedrigsten Kriminalitätsrate und mit der höchsten Aufklärungsquote. Mit Ausnahme des Corona-Jahres 2021 hatten wir im vergangenen Jahr 2025 die beste Sicherheitslage seit 1978. Bayern steht für einen handlungsfähigen, demokratischen und freiheitlichen Rechtsstaat.“
Die neuen Polizistinnen und Polizisten verteilen sich wie folgt auf die Polizeiverbände (in Klammern die Gesamtsumme der Personalzuteilungen seit 2017): Polizeipräsidium Oberbayern Nord 64 (1.349), Polizeipräsidium Oberbayern Süd 36 (1.132), Polizeipräsidium München 120 (1.848), Polizeipräsidium Niederbayern 48 (1.125), Polizeipräsidium Oberpfalz 48 (1.118), Polizeipräsidium Oberfranken 22 (916), Polizeipräsidium Mittelfranken 82 (1.749), Polizeipräsidium Unterfranken 22 (1.055), Polizeipräsidium Schwaben Nord 62 (982), Polizeipräsidium Schwaben Süd/West 39 (872), Bayerische Bereitschaftspolizei 48 (814), Bayerisches Landeskriminalamt 18 (460), Polizeiverwaltungsamt 1 (46) sowie das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz 2 (82). Die Polizeiverbände verteilen das zugewiesene Personal eigenständig auf die jeweils nachgeordneten Dienststellen.
Zuständig: Bayerisches Staatsministerium des Innern



