Bevölkerung in Bayern sinkt im ersten Halbjahr 2026 um rund 17.000 Menschen
Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts ist die Einwohnerzahl Bayerns im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen, was Innenminister Joachim Herrmann auf die Migrationspolitik zurückführt.
Der Bevölkerungsstand in Bayern lag nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik am 30. Juni 2026 bei rund 13,23 Millionen Menschen. Das sind 17.190 Personen weniger als noch zum Jahresende 2025.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann führt diese Entwicklung auf den migrationspolitischen Kurs von Staats- und Bundesregierung zurück. „Die Erfolge der Migrationswende schlagen sich nun auch messbar in der Gesamteinwohnerzahl des Freistaats nieder“, erklärte Herrmann in einer Pressemitteilung vom 16. September 2026 (PM 314/2026). Der Rückgang der Flüchtlingszahlen führe zu einer spürbaren Entlastung in den Kommunen und trage dazu bei, den Druck auf den Wohnungsmarkt zu mindern. Zudem sei die Entwicklung für kommunale Planungen von Bedeutung, etwa mit Blick auf den Personal- und Platzbedarf bei der Kinderbetreuung und in Schulen.
Bereits im Jahr 2025 hatte sich ein leichter Bevölkerungsrückgang in Bayern abgezeichnet. Dieser Trend hat sich den aktuellen Daten zufolge im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. Demnach standen im Berichtszeitraum 72.746 Sterbefällen lediglich 53.336 Geburten gegenüber, woraus sich ein Sterbefallüberschuss von 19.410 Personen ergibt. Da die Zuwanderung aus dem Ausland gegenüber dem Vorjahr deutlich abgenommen hat, konnte dieses Geburtendefizit im ersten Halbjahr 2026 nicht durch Wanderungsgewinne ausgeglichen werden.



