Oktoberfest 2026: Innenminister Herrmann informiert sich über Sicherheitskonzept der Wiesn-Wache
Zum Auftakt des 191. Oktoberfests hat sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann vor Ort über die überarbeiteten Sicherheitsmaßnahmen auf der Theresienwiese informiert.
Das 191. Münchner Oktoberfest hat begonnen, und wie in jedem Jahr sorgt die sogenannte Wiesn-Wache mit rund 600 Polizistinnen und Polizisten dafür, dass mehrere Millionen Besucherinnen und Besucher sicher und friedlich feiern können. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann informierte sich vor Ort auf der Theresienwiese über die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen. „Die Wiesn ist bayerische Tradition in Reinform. Alle Besucherinnen und Besucher sollen sich bei uns sicher und wohlfühlen. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt München hat die Bayerische Polizei das Sicherheitskonzept für die Wiesn kontinuierlich weiterentwickelt. Damit sorgen wir für bestmögliche Sicherheit. Uns liegen derzeit keine konkreten Erkenntnisse über Gefährdungen oder Störungen vor“, betonte Herrmann.
Nach der vorübergehenden Schließung des Festgeländes im vergangenen Jahr wegen Überfüllung wurde das Sicherheitskonzept der Landeshauptstadt München gemeinsam mit der Bayerischen Polizei und weiteren beteiligten Stellen überarbeitet. Laut Herrmann habe man aus den Ereignissen des Jahres 2025 die notwendigen Schlüsse gezogen. So hat die Stadt München inzwischen 35 Kamerastandorte mit über 50 Kameras auf der Wiesn eingerichtet. Ab diesem Jahr wird zudem die aktuelle Personendichte auf dem Festgelände mithilfe einer sogenannten „Heatmap“ und Künstlicher Intelligenz dargestellt, um Personenverkehr und Verweildauer besser beobachten zu können. Zusätzlich ist ein professioneller „Crowdspotter“ im Einsatz, um Gefahren und Gedränge schneller zu erkennen, ebenso wie ein mehrsprachiger Moderator für Lautsprecherdurchsagen.
Um die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte weiter zu beschleunigen, wurde im Servicezentrum auf der Theresienwiese ein modern ausgestatteter Raum für einen Koordinierungskreis eingerichtet. Diesem gehören unter anderem Vertreter der Veranstaltungsleitung, des Sanitäts- und Ordnungsdienstes, der Münchner Polizei sowie der Münchner Verkehrsgesellschaft an. „Im Bedarfsfall können sich alle beteiligten Sicherheitskräfte schnell und zielgerichtet abstimmen“, so Herrmann.
Insgesamt befinden sich 56 Kameras der Münchner Polizei auf dem Wiesn-Gelände. Während der Öffnungszeiten werden die Aufnahmen kontinuierlich von den Beamten der Wiesn-Wache überprüft. Herrmann erklärte, dank der hochauflösenden Bildqualität könnten Straftäter auch bei Dunkelheit besser erkannt und identifiziert werden. Erstmals wird die Münchner Polizei zudem vom Drohnenkompetenz- und Abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei unterstützt. Drohnenexperten seien mit technischem Spezialgerät und gebündeltem Know-how vor Ort, um schnellstmöglich auf potenzielle Gefahren durch Drohnen reagieren zu können.
Im Polizeipräsidium in der Münchner Innenstadt ist außerdem ein Bereitschaftsdienst der Staatsanwaltschaft untergebracht, der auch für die Wiesn zuständig ist. Auch in diesem Jahr sind Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz. Unterstützt werden die Einsatzkräfte zudem von uniformierten Polizeibeamten aus Italien sowie von Taschendiebfahndern aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland.
Abschließend bedankte sich Herrmann bei allen, die während der Wiesn für Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Justiz rund um die Uhr im Einsatz sind: „Dass die Besucherinnen und Besucher auf dem Oktoberfest sicher feiern können, verdanken wir dem unermüdlichen Engagement unserer Einsatzkräfte. Ihnen allen ein herzliches Vergelt’s Gott.“
Zuständig: Wiesn-Wache der Münchner Polizei



