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Falscher Polizist fordert 100.000 Euro Kaution: Zwei Tatverdächtige in U-Haft

Ein 78-jähriger Senior aus Lichtenfels durchschaute den Betrugsversuch eines falschen Polizeibeamten und half so, zwei Tatverdächtige festzunehmen.

Ein 78-Jähriger ist am Dienstagnachmittag in Lichtenfels von einem falschen Polizeibeamten kontaktiert worden, der eine hohe Kaution für den angeblich in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelten Sohn des Seniors forderte. Durch besonnenes Handeln des Mannes und die anschließende Unterstützung der Polizei konnten zwei Tatverdächtige festgenommen werden. Sie befinden sich mittlerweile auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Coburg in Untersuchungshaft.

Der Sohn des 78-Jährigen alarmierte am Dienstagnachmittag die Polizei, nachdem sein Vater bereits seit über einer Stunde mit dem vermeintlichen Polizeibeamten telefonierte. Der Anrufer behauptete, der Sohn des Seniors habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, und forderte eine Kaution in Höhe von insgesamt 100.000 Euro, um eine angebliche Haft zu verhindern.

Der Senior hielt den Anrufer bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte weiter am Telefon. Anschließend stellte er wie vereinbart eine Tüte vor seiner Haustür ab – allerdings ohne Geld oder Wertgegenstände darin.

Am Nachmittag erschien eine Frau an der Wohnanschrift und nahm die Tüte an sich. Als sie deren fehlenden Inhalt bemerkte und nach der vermeintlich richtigen Tüte suchte, nahmen Einsatzkräfte der Kriminalpolizei Coburg die 38-jährige ukrainische Tatverdächtige fest.

Zeitgleich fiel den Einsatzkräften ein Pkw mit polnischer Zulassung am Ortseingang auf. Im Fahrzeug wartete ein 36-jähriger ukrainischer Mann. Nach den bisherigen Erkenntnissen steht er mit der Geldabholerin in Verbindung.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg wurden die beiden Tatverdächtigen am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der jeweils Untersuchungshaftbefehle erließ.

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