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Oktoberfest 2026: Mehrere Festnahmen wegen Drogen, Diebstahl und sexueller Belästigung

Am Wiesn-Wochenende nahm die Polizei auf dem Oktoberfest mehrere Tatverdächtige wegen Kokainbesitzes, Taschen- und Geldbörsendiebstahls, sexueller Belästigung sowie unerlaubter Bildaufnahmen unter Dirndln fest.

Auf dem Münchner Oktoberfest ist es am Freitag und Samstag zu mehreren Polizeieinsätzen gekommen. Innerhalb weniger Stunden nahmen Beamte insgesamt sieben Tatverdächtige wegen unterschiedlicher Delikte vorläufig fest, darunter Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Diebstähle, sexuelle Belästigung und unerlaubte Bildaufnahmen unter dem Rock beziehungsweise Dirndl von Besucherinnen.

Kokainkonsum auf dem Festgelände: 50-Jähriger festgenommen

Am Freitag, 25.09.2026, beobachteten Polizeibeamte gegen 17:30 Uhr über die polizeiliche Videoüberwachung zwei Männer, die auf dem Festgelände offensichtlich weißes Pulver konsumierten. Entsandte Einsatzkräfte trafen die beiden Männer noch an. Neben ihnen lag ein Mobiltelefon, das mit einer Powerbank verdeckt war und auf dessen Display sich mehrere Linien weißen Pulvers befanden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelte es sich um Kokain.

Einer der Männer gab an, dass das Kokain ihm gehöre. Er wurde vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht. Bei dem Tatverdächtigen handelte es sich um einen 50-jährigen Polen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten bei ihm weiteres weißes Pulver, bei dem es sich vermutlich ebenfalls um Kokain handelt. Die Betäubungsmittel wurden sichergestellt.

Der 50-Jährige wurde wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags erhoben, anschließend wurde er entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion 17, die Wiesnwache.

Zweiter Drogenfall: Brite wirft Kokain weg

Ebenfalls am Freitag, gegen 17:55 Uhr, bemerkten Polizeibeamte auf dem Festgelände einen Mann, der offensichtlich den Konsum von Betäubungsmitteln vorbereitete. Als die Beamten ihn ansprachen, warf er ein Behältnis mit weißem Pulver weg, bei dem es sich nach derzeitigem Ermittlungsstand um Kokain handelt.

Der Mann wurde vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht. Das Kokain wurde sichergestellt. Bei dem Tatverdächtigen handelte es sich um einen 32-Jährigen aus Großbritannien ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er wurde wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt und nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe eines niedrigen fünfstelligen Betrags entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion 17, die Wiesnwache.

Handtaschen-Trickdiebstahl: Tatverdächtiger von Zeugen gestellt

Am Freitag gegen 19:20 Uhr wollten drei Besucherinnen vor dem Einsteigen in ein Fahrgeschäft auf dem Oktoberfest ihre Handtaschen ablegen. Ein Mann, der ein ähnliches Oberteil wie ein Mitarbeiter des Fahrgeschäfts trug, gab sich als dortiger Angestellter aus und nahm die Handtaschen entgegen. Nachdem die Frauen eingestiegen waren, entfernte er sich mit den Taschen.

Bei den Geschädigten handelte es sich um eine 27-jährige Türkin mit Wohnsitz in München sowie zwei 26- und 28-jährige Türkinnen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Der 27-jährige türkische Freund einer der Geschädigten, ebenfalls mit Wohnsitz in München, konnte die Mobiltelefone in den Handtaschen orten, den Tatverdächtigen verfolgen, auffinden und festhalten. Kurz darauf trafen verständigte Polizeibeamte ein und nahmen den Mann vorläufig fest.

Die drei entwendeten Handtaschen samt Inhalt wurden bei ihm aufgefunden und sichergestellt. Bei dem Tatverdächtigen handelte es sich um einen 33-jährigen Kroaten ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er wurde zur Wiesnwache gebracht und anschließend der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Am Samstag wurde er einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 56 der Münchner Kriminalpolizei.

Geldbörse aus Festzelt gestohlen: 19-Jähriger gefasst

Am Freitag gegen 14:20 Uhr befand sich ein 26-jähriger Tourist aus den USA in einem Festzelt auf dem Oktoberfest und hatte seine Geldbörse vor sich auf dem Tisch abgelegt. Im Vorbeigehen griff ein Mann über den Tisch und nahm die Geldbörse an sich. Der 26-Jährige bemerkte den Diebstahl und folgte dem Tatverdächtigen bis zum Ausgang des Festzelts.

Dort konnten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den Mann bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Anschließend wurde er vorläufig festgenommen. Bei ihm handelte es sich um einen 19-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis Freising. Er sowie der Geschädigte wurden zur weiteren Sachbearbeitung zur Wiesnwache gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige gegen 15:25 Uhr wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion 17, die Wiesnwache.

Sexuelle Belästigung vor Festzelt: 34-Jähriger festgenommen

Am Freitag gegen 23:00 Uhr befanden sich Taschendiebfahnder aus Portugal, Köln und München auf dem Oktoberfest. Vor einem Festzelt fiel ihnen ein Mann auf, der sich wiederholt eng hinter dort wartende Frauen stellte. Im weiteren Verlauf beobachteten die Beamten, wie sich der Mann einer 31-jährigen Ukrainerin mit Wohnsitz in München von hinten näherte, sie am Gesäß berührte und ihr anschließend zweimal mit der Hand ins Gesäß kniff.

Der Tatverdächtige wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Bei ihm handelte es sich um einen 34-jährigen Afghanen mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg. Er wurde zur weiteren Sachbearbeitung auf die Wiesnwache gebracht, gegen ihn wird wegen sexueller Belästigung ermittelt. Nach Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 15 der Münchner Kriminalpolizei.

Unerlaubte Fotos unter dem Dirndl am "Hügel"

Am Samstag, 26.09.2026, gegen 18:25 Uhr, befanden sich Taschendiebfahnder aus Erding und München auf dem Oktoberfest. Sie beobachteten einen Mann, der sich im Bereich des sogenannten Hügels bewegte und gezielt unter die Röcke dort sitzender Frauen fotografierte, unter anderem unter das Dirndl einer 20-jährigen US-Amerikanerin.

Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht. Bei ihm handelte es sich um einen 29-jährigen Italiener ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er wurde wegen der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen angezeigt und nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe eines niedrigen vierstelligen Betrags wieder entlassen. Zudem wurde ihm für den restlichen Veranstaltungstag ein Platzverweis für das Festgelände erteilt. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion 17, die Wiesnwache.

Zweiter Fall unerlaubter Bildaufnahmen im Festzelt

Am Samstag gegen 16:10 Uhr bemerkte eine 22-jährige Deutsche in einem Festzelt einen Mann, der offensichtlich versuchte, mit seinem Mobiltelefon unter ihr Dirndl zu fotografieren. Sie informierte einen Mitarbeiter des Festzelts sowie die Polizei. Bei der Überprüfung des Mobiltelefons konnten zunächst keine entsprechenden Aufnahmen der 22-Jährigen festgestellt werden.

Allerdings fanden die Beamten auf dem Gerät eine Aufnahme unter dem Dirndl einer 20-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Köln, die sich ebenfalls in der Gruppe befand und von der Aufnahme bis dahin nichts bemerkt hatte. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht. Bei ihm handelte es sich um einen 31-jährigen Italiener ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Sein Mobiltelefon wurde beschlagnahmt, zudem wurde er erkennungsdienstlich behandelt.

Der Mann wurde wegen der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen angezeigt. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe eines mittleren vierstelligen Betrags wurde er entlassen, zudem wurde ihm ein Platzverweis für das gesamte Festgelände erteilt. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion 17, die Wiesnwache.

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