Polizeilicher Schusswaffengebrauch in Tuttlingen: 27-Jähriger stirbt nach Schusswechsel am Rathaus
Nach einem Schusswechsel im Innenhof des Rathauses übernehmen die Staatsanwaltschaft Rottweil und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg die Ermittlungen.
Am Donnerstagmittag, 8. Oktober 2026, ist es gegen 12:30 Uhr im innerstädtischen Bereich von Tuttlingen zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch gekommen. Das teilen die Staatsanwaltschaft Rottweil und das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll ein 27 Jahre alter bewaffneter Mann im Bereich des Rathauses Tuttlingen aufgefallen sein, weil er eine Pistole in der Hand gehalten habe. Daraufhin wurden Polizeikräfte vor Ort entsandt.
Nach intensiver Fahndung konnten die Einsatzkräfte den Mann etwa 20 Minuten später im Innenhof des Rathauses antreffen. Er soll bei Eintreffen der Polizeikräfte unvermittelt auf diese geschossen haben. In der Folge kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der 27-Jährige verletzt wurde.
Die eingesetzten Kräfte übernahmen nach den Angaben unmittelbar die Erstversorgung und zogen einen Rettungswagen hinzu. Im weiteren Verlauf wurde der 27-Jährige reanimationspflichtig. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnte er nicht wiederbelebt werden. Weitere Personen wurden nicht verletzt.
Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen in Tuttlingen wohnhaften Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit, der in der Vergangenheit bereits polizeilich in Erscheinung getreten war.
Die Ermittlungen hinsichtlich des polizeilichen Schusswaffengebrauchs übernimmt gemäß der Dienstanweisung für entsprechende Verfahren das Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Im Fokus der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Rottweil und des LKA BW steht insbesondere eine Rekonstruktion des gesamten Geschehensablaufs. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Motivlage des Verstorbenen sowie auf der Feststellung und Vernehmung von mittelbaren und unmittelbaren Zeugen der Geschehnisse.
Zuständig: Staatsanwaltschaft Rottweil und Landeskriminalamt Baden-Württemberg



