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Versammlungslagen: Einsatzhundertschaft und Bundespolizei üben in Deggendorf

Wie bereitet sich die Polizei auf Demonstrationen mit Gegenversammlung und Gewaltpotenzial vor? Knapp 170 Einsatzkräfte trainierten dies bei einer gemeinsamen Übung.

Am Donnerstag (15.10.2026) fand auf dem Gelände der Bundespolizeiabteilung Deggendorf eine gemeinsame Übung der Einsatzhundertschaft Niederbayern und der Bundespolizei Deggendorf zum Thema „Versammlungslagen“ statt.

Ziel der Übung war es, die Einsatzkräfte bestmöglich auf die zunehmende Zahl polizeilich relevanter Veranstaltungen und Versammlungen sowie das damit verbundene Konflikt- und Gewaltpotenzial vorzubereiten. Die Übung wurde in der Gesamtverantwortung durch den stellvertretenden Leiter gemeinsam mit dem Koordinator des polizeilichen Einsatztrainings der Zentralen Einsatzdienste Passau vorbereitet und geleitet. Einen wesentlichen Beitrag leistete die Bundespolizeiabteilung Deggendorf: Sie stellte nicht nur ihr optimales Gelände als Übungsörtlichkeit zur Verfügung, sondern beteiligte sich mit einem Einsatzzug, einer technischen Einheit, dem polizeiärztlichen Dienst sowie der Beweis- und Dokumentationseinheit auch aktiv am Übungsgeschehen.

Im Mittelpunkt standen die Stärkung der Handlungskompetenz der Einsatzzüge aus Landshut, Passau und Straubing sowie die Koordination des gemeinsamen Vorgehens der übenden Einheiten unter Führung der Einsatzhundertschaft Niederbayern. Darüber hinaus trainierten die Einsatzkräfte verschiedene taktische Vorgehensweisen wie die flankierende Begleitung von Wasserwerfern, die Errichtung und den Betrieb einer Bearbeitungsstraße zur Bearbeitung festgenommener Personen sowie das Bewältigen eskalierender Situationen, beispielsweise bei Blockaden.

Neben der Einsatzhundertschaft Niederbayern und der Bundespolizeiabteilung Deggendorf beteiligten sich ein Einsatzzug des Unterstützungskommandos des Polizeipräsidiums München sowie Beamte der taktischen Kommunikation des Polizeipräsidiums Niederbayern. Als sogenannte „Störer“ wirkten eine Ausbildungseinheit der Bundespolizei, weitere Angehörige der Zentralen Einsatzdienste Landshut, Passau und Straubing sowie der Einsatzzug Bad Aibling des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit. Insgesamt nahmen knapp 170 Einsatzkräfte an der Übung teil.

Dem Übungsszenario lag eine fiktive, sich fortbewegende Versammlung einer politischen Partei zugrunde. Parallel dazu war eine Gegenversammlung angemeldet, bei der mit gewaltbereiten Teilnehmenden gerechnet werden musste. Die eingesetzten Kräfte mussten im Verlauf der Übung auf unterschiedliche, teilweise unvorhersehbare Herausforderungen reagieren. Dadurch konnten ihre taktischen Fähigkeiten und das Zusammenwirken der beteiligten Einheiten unter möglichst realitätsnahen Bedingungen überprüft und trainiert werden.

Sowohl der Leiter der Abteilung Ordnungs- und Schutzaufgaben und Verkehr des Polizeipräsidiums Niederbayern, Leitender Polizeidirektor Stephan Seiler, als auch der Abteilungsführer der Bundespolizeiabteilung Deggendorf, Polizeidirektor Mario Konjevic, waren vor Ort, um sich persönlich ein Bild des Übungsgeschehens zu machen und den direkten Austausch zu suchen. In Gesprächen mit den Übungsverantwortlichen und den Teilnehmern konnten sie zudem erste wertvolle Rückmeldungen gewinnen. Beide bedankten sich bei allen Organisatoren und Mitwirkenden für die reibungslose Durchführung der Übung, sahen in der dienststellenübergreifenden Zusammenarbeit einen absoluten Gewinn und waren sich darüber einig, diese zukünftig zu intensivieren.

Zuständig: Einsatzhundertschaft Niederbayern und Bundespolizeiabteilung Deggendorf

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