Pullach i. Isartal: Vier Tatverdächtige nach Raub unter Schusswaffenvorhalt festgenommen
Nach einem Raubdelikt in Pullach i. Isartal führten Fahndung, Wohnungsdurchsuchung und ein Besuch auf einer Polizeiinspektion zu vier vorläufigen Festnahmen.
Am Mittwoch, 09.09.2026, wurde in Pullach i. Isartal ein 31-jähriger Mann mit jordanischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Landkreis Freising von insgesamt vier Tätern unter Vorhalt einer Schusswaffe zur Herausgabe von Bargeld gezwungen. Dabei nahmen sie ihm auch sein Mobiltelefon ab.
Unter einem Vorwand konnte sich der 31-Jährige von den Tätern entfernen und über einen Festnetzanschluss den Polizeinotruf 110 verständigen. Die Täter, die in zwei Fahrzeugen warteten, flüchteten daraufhin in unbekannte Richtung.
Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei einen der Tatverdächtigen antreffen und vorläufig festnehmen. Es handelt sich um einen 22-Jährigen mit syrischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München. Er wurde im Anschluss auf eine nahegelegene Polizeiinspektion verbracht. Zudem wurde einer der Pkw aufgefunden und sichergestellt. In ihm befand sich eine Schreckschusspistole, die ebenfalls sichergestellt wurde.
Am Donnerstag, 10.09.2026, gegen 04:00 Uhr, kam es bei einem weiteren Tatverdächtigen zu einer Wohnungsdurchsuchung. Dabei handelt es sich um einen 20-Jährigen mit syrischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München. Bei der Durchsuchung wurde auch ein Spezialeinsatzkommando hinzugezogen. Die Durchsuchung verlief erfolglos.
Der 20-jährige Tatverdächtige sowie zwei weitere Tatverdächtige, ein 22-Jähriger und ein 21-Jähriger, beide mit syrischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München, wurden bei der Polizeiinspektion 32 (Grünwald) vorstellig, um sich nach dem sichergestellten Pkw zu erkundigen. Dabei wurden sie als mögliche Tatbeteiligte erkannt und vorläufig festgenommen. Mit dem zweiten Pkw, der bei der Tat in Pullach i. Isartal verwendet worden war, waren sie zur Polizeiinspektion 32 gefahren. Auch dieses Fahrzeug wurde sichergestellt.
Gegen alle vier Tatverdächtigen erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehl. Gegen sie wird wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung ermittelt. Die weiteren Ermittlungen hat das Kommissariat 21 übernommen.



