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Armbrustschuss in Obdachlosenunterkunft in Rosenheim: 46-Jähriger in Untersuchungshaft

Nach einem Streit unter Bewohnern einer Obdachlosenunterkunft in Rosenheim-Fürstätt wurde ein 30-Jähriger von einem Armbrustbolzen getroffen und schwer verletzt, ein dringend Tatverdächtiger sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

In den späten Abendstunden am Mittwoch, 21. Oktober 2026, ist es in einer Obdachlosenunterkunft im Rosenheimer Stadtteil Fürstätt zu einer Auseinandersetzung zwischen Bewohnern gekommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll dabei ein 46-jähriger Deutscher mit einer Armbrust auf einen 30-Jährigen mit deutscher und türkischer Staatsangehörigkeit geschossen haben. Der dringend Tatverdächtige wurde festgenommen. Die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim hat unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.

Gegen 22.00 Uhr kam es in der Obdachlosenunterkunft in der Brunnholzstraße zu dem Streit zwischen den zwei dort wohnenden Männern. Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss davon ausgegangen werden, dass der 46-Jährige mit einer Armbrust einen Schuss auf den 30-Jährigen abgegeben hat. Der Geschädigte wurde von einem Bolzen aus der Armbrust am Oberkörper getroffen. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus und musste operiert werden. Lebensgefährliche Verletzungen zog er sich nach den bisherigen Angaben nicht zu.

Der Tatverdächtige wurde noch vor Ort von Einsatzkräften der Polizeiinspektion Rosenheim widerstandslos festgenommen. Auf Antrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft wurde gegen den 46-Jährigen ein Haftantrag wegen eines versuchten Tötungsdelikts gestellt. Er wurde bereits dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Der Richter folgte dem Antrag und erließ Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags. Der Beschuldigte wurde von den Ermittlern anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert und befindet sich dort in Untersuchungshaft.

Die ersten polizeilichen Maßnahmen am Einsatzort traf die Polizeiinspektion Rosenheim. Noch am Abend übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim. Die weiteren Ermittlungen führt nun das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim.

Hintergründe und Motiv der Tat sind derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

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