Brand auf Bauernhof in Kirchanschöring: Tatverdächtiger wegen schwerer Brandstiftung in Untersuchungshaft
Nach einem Scheunenbrand mit zwei Verletzten und einem verendeten Pferd in Kirchanschöring hat die Kriminalpolizei Traunstein einen 24-Jährigen festgenommen, der nun in Untersuchungshaft sitzt.
Auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Lampodinger Straße in Kirchanschöring im Landkreis Traunstein ist am frühen Freitagmorgen, 18. September 2026, ein Feuer ausgebrochen. Bei dem Brand wurden nach aktuellem Ermittlungsstand zwei Personen verletzt, außerdem verendete ein Pferd. Der Sachschaden wird auf einen hohen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt. Nachdem erste Ermittlungen Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergaben, nahm die Polizei einen dringend Tatverdächtigen fest. Der Mann befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen liegen bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein.
Bei der Integrierten Leitstelle Traunstein ging die Meldung über den Brand gegen 1.30 Uhr ein. Als die sofort alarmierten regionalen Feuerwehren eintrafen, stand eine Scheune bereits in Vollbrand. Durch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindert und das Feuer schließlich gelöscht werden.
Nach derzeitigen Erkenntnissen erlitt eine 26-Jährige durch das Feuer mittelschwere Verletzungen, ein 29-Jähriger wurde leicht verletzt. Beide wurden von Rettungskräften in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. In der Scheune befanden sich zwei Pferde. Eines der Tiere konnte rechtzeitig gerettet werden, das zweite Pferd verendete infolge des Brandes. Ein ebenfalls in der Scheune abgestellter Traktor wurde vollständig zerstört.
Die ersten Maßnahmen vor Ort übernahm die örtlich zuständige Polizeiinspektion Freilassing. Noch in der Nacht übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die weiteren Ermittlungen. Dabei ergaben sich Hinweise auf ein vorsätzliches Brandstiftungsdelikt.
Nachdem sich Verdachtsmomente gegen einen 24-jährigen Deutschen aus dem Landkreis Traunstein erhärtet hatten, konnte dieser unweit des Brandortes vorläufig festgenommen werden. Auf Antrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft Traunstein wurde der Beschuldigte am Freitag, 18. September 2026, dem zuständigen Richter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Der Mann wurde daraufhin dem Personal einer Justizvollzugsanstalt überstellt.
Die genauen Hintergründe sowie das Motiv der Tat sind nun Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Diese werden mit Unterstützung von Spezialisten der Spurensicherung durch das Kommissariat 1 der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein fortgeführt. Dabei werden auch mögliche Zusammenhänge mit ähnlich gelagerten Fällen in der Region überprüft. Die Ermittlungen dauern an.



