Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg wiedereröffnet
Nach fünf Jahren Umbau ist das erweiterte und modernisierte Zentrum mit komplett neuer Ausstellung wieder geöffnet, und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ordnete bei der Feier die Bedeutung des Ortes ein.
Mit einem Festakt wurde am 4. November 2026 das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg wiedereröffnet. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hob in seiner Rede die Bedeutung dieses Ortes für Bayern und ganz Deutschland hervor: „Hier an diesem Symbolort von Planung und Verkündung des Terrors und der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten nehmen wir den Auftrag an, unsere freiheitlich demokratische Grundordnung heute und in Zukunft mit Leben zu erfüllen und gegen jeden Angriff zu verteidigen.“
In der fünfjährigen Umbauphase wurde das Dokumentationszentrum baulich erweitert und modernisiert. Die Ausstellung wurde vollständig neu konzipiert. Insgesamt fielen dafür Kosten in Höhe von 33,1 Millionen Euro an. Herrmann sagte dazu: „Neben dem Bund haben auch die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern kräftig in das neue Zentrum investiert. So flossen allein Landesmittel in Höhe von 5,85 Millionen Euro, das ist bestens in unsere Demokratie investiertes Geld!“
Herrmann betonte, dass Orte wie das ehemalige Reichsparteitagsgelände ein wichtiger Teil der Erinnerungskultur seien: „Eine lebendige Erinnerungskultur ist ein unmissverständlicher Appell für Gegenwart und Zukunft. Orte wie das Dokumentationszentrum sind ein moralischer Kompass unserer Gesellschaft und zeigen uns, wie kostbar unser freiheitliches Leben ist und dass es unser aller Einsatz wert ist.“
Daher bekenne sich auch die Bayerische Staatsregierung entschlossen zur Erinnerungskultur als einer demokratischen Stärke. Sie halte das Andenken an die Opfer sowie die Überlebenden des NS-Terrors aufrecht.



