Drogenhandel in Regensburg: Polizei vollstreckt drei Haftbefehle und durchsucht zwölf Objekte
Bei einer groß angelegten Aktion gegen den mutmaßlich bandenmäßigen Handel mit Kokain und Cannabis nahm die Polizei in Regensburg drei Tatverdächtige fest und durchsuchte zwölf Objekte im Stadtgebiet.
Die Polizei hat am Donnerstag, 24. September 2026, im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren wegen des gewerbsmäßigen Handels mit Kokain und Cannabis in nicht geringer Menge sowie wegen Schleusung und weiterer Delikte zwölf Objekte im Stadtgebiet Regensburg durchsucht und drei Haftbefehle vollstreckt. Dabei stellten die Einsatzkräfte unter anderem rund 500 Gramm Cannabis, weitere geringe Mengen Betäubungsmittel, einen gestohlenen E-Scooter sowie einen niedrigen dreistelligen Eurobetrag an Bargeld sicher.
Verantwortlich für die Ermittlungen ist die seit Anfang des Jahres neu geschaffene Ermittlungsgruppe „BAO Brennpunkt“ (Besondere Aufbauorganisation Brennpunkt), die bei der Polizeiinspektion Regensburg Süd angesiedelt ist. Sie führt seit mehreren Monaten zwei Ermittlungsverfahren gegen insgesamt zehn Tatverdächtige wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Kokain und Cannabis in nicht geringer Menge sowie wegen Schleusung und weiterer Delikte. Gegen einen Teil der Tatverdächtigen besteht zudem der Verdacht, als Teil einer Bande gehandelt zu haben. Die Ermittlungsverfahren weisen Bezüge zum Drogenhandel im Bereich des Regensburger Hauptbahnhofs und der Maximilianstraße auf.
Die „BAO Brennpunkt“ wird gemeinsam von Bundes- und Landespolizei geführt. Polizeibeamte der Bundespolizei und verschiedener Dienststellen der Oberpfälzer Polizei arbeiten dabei eng zusammen und bündeln ihre Erfahrungen und Kompetenzen bei der Bekämpfung ausgewählter Kriminalitätsformen. Neben der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung verfolgt die Ermittlungsgruppe auch einen präventiven Ansatz: Ein kriminalpolizeilicher Kontaktbeamter steht im Austausch mit Geschäftsleuten und Anwohnern, um Erkenntnisse zu verdächtigen Wahrnehmungen zu gewinnen und in die Ermittlungsarbeit einfließen zu lassen.
Am Einsatztag durchsuchten Polizeikräfte insgesamt zwölf Objekte. Die Maßnahmen erstreckten sich auf mehrere Wohnungen im Stadtgebiet Regensburg sowie einzelne Zimmer in Regensburger Asylunterkünften. Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte rund 500 Gramm Cannabis in Form von Marihuana und Haschisch, weitere geringe Mengen Betäubungsmittel, einen gestohlenen E-Scooter sowie einen niedrigen dreistelligen Eurobetrag an Bargeld sicher. Bei einer der Wohnungsdurchsuchungen, in der sich ein Großteil des sichergestellten Cannabis befand, sprang ein 29-jähriger Syrer aus dem zweiten Obergeschoss und verletzte sich dabei schwer. Er wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe seines Fluchtversuchs sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg hatte der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Regensburg zuvor drei Haftbefehle erlassen. Die drei Tatverdächtigen wurden am Nachmittag vorgeführt und anschließend in verschiedene Justizvollzugsanstalten in Bayern gebracht. Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um einen 28-jährigen Deutsch-Syrer sowie zwei 27 und 38 Jahre alte Tunesier.
Ein weiterer Tatverdächtiger aus einem der Verfahren war bereits Mitte Juli festgenommen worden. Bei ihm hatten Polizeibeamte rund 50 Gramm Kokain sichergestellt.
Zuständig: Ermittlungsgruppe „BAO Brennpunkt“ bei der Polizeiinspektion Regensburg Süd, unter Beteiligung der Bundespolizei



