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Lkw-Gespann mit 42 Mängeln bei Kontrolle auf der B279 bei Rentweinsdorf sichergestellt

Bei einer Schwerlastkontrolle auf der B279 im Landkreis Haßberge stoppte die Polizei ein völlig verkehrsunsicheres Lkw-Gespann, dessen Bremssystem manipuliert und beschädigt war.

Am Dienstagvormittag führte die Schwerlastkontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Bamberg gemeinsam mit der Polizeiinspektion Bamberg-Land eine Kontrollstelle auf einem Parkplatz an der B279 bei Rentweinsdorf im Landkreis Haßberge durch, in Fahrtrichtung Landkreis Bamberg. Trotz eher geringem Schwerlastverkehr fielen den Beamten vier Lastwagen auf, die nach einer umfassenden Kontrolle wegen mehrerer Verstöße beanstandet wurden. Insgesamt mussten die vier Berufskraftfahrer und ihre Unternehmen viermal wegen Verstößen gegen das Fahrpersonalrecht, dreimal wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung und zweimal wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung angezeigt werden.

Besonders auffällig war ein voll beladenes 40-Tonnen-Lkw-Gespann mit einem 59-jährigen Fahrer, das vor Ort sichergestellt und letztlich stillgelegt werden musste. Bereits zu Beginn der Kontrolle zeigten sich erhebliche Verstöße gegen die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten. Bei der technischen Überprüfung wiesen sowohl der Lkw als auch der Anhänger zahlreiche Mängel und Schäden auf. Insgesamt führten 42 erhebliche beziehungsweise gefährliche Mängel dazu, dass das Fahrzeug als verkehrsunsicher eingestuft wurde. Nach der Begutachtung durch einen Sachverständigen blieb den Beamten nur die Sicherstellung des gesamten Gespanns.

Wie sich herausstellte, war das ABS-System des Lkw defekt und durch eine technische Manipulation gezielt deaktiviert und umgangen worden. Dadurch fiel auch der Notbremsassistent aus. Nach Einschätzung der Polizei war der Lastwagen in diesem Zustand offenbar bereits seit über einem Jahr im Einsatz, was auch das redundante Bremssystem des Anhängers in Mitleidenschaft gezogen hatte. Dies äußerte sich durch ungewolltes Blockieren und ungleichmäßiges Bremsverhalten des gesamten Gespanns. Zusätzlich war die Handbremse des Anhängers defekt. Trotz dieser gravierenden technischen Mängel hatte der Fahrer in zahlreichen Fällen die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten, sodass das Gespann faktisch ohne verlässliche Bremskraft im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs war.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Zulassungsstelle wurden Lkw und Anhänger in der Verwahrstelle der Polizei entstempelt. Beide Fahrzeuge dürfen sich vor den notwendigen Reparaturen nicht mehr aus eigener Kraft bewegen. Sowohl der Fahrer als auch der 87-jährige Unternehmer müssen nun mit kostspieligen Bußgeldverfahren rechnen.

Zuständig: Verkehrspolizeiinspektion Bamberg in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Bamberg-Land

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