Großübung „High Voltage 2026“: Rettungsdienste und Polizei proben Ernstfall bei Zolling
Am 26. September 2026 simulieren BRK, Polizei, Feuerwehr, THW und das Krankenhaus Freising rund um Zolling einen Großschadensfall mit zahlreichen Verletzten.
Der BRK Kreisverband Freising koordiniert am Samstag, den 26. September 2026, ab 9.30 Uhr bis in die Abendstunden eine groß angelegte Übung im Bereich Zolling. Unter dem Titel „High Voltage 2026“ nehmen neben dem Bayerischen Roten Kreuz auch weitere Rettungsdienste, die Polizei, die Feuerwehr sowie das Technische Hilfswerk (THW) an dem organisationsübergreifenden Übungsszenario teil. Die Freiwilligen Feuerwehren Zolling und Attenkirchen übernehmen zusammen mit der Polizei die Absicherung der Übungsorte.
Für den realistischen Ablauf der Übung stehen über 100 Freiwillige als sogenannte Mimen zur Verfügung. Sie stellen Verletzte und weitere durch das simulierte Ereignis betroffene Personen dar. Das eigentliche Übungsszenario ist bis zum Tag der Durchführung nur einem sehr kleinen Kreis von Organisatoren bekannt und erfordert nach Angaben der Verantwortlichen den Einsatz einer erheblichen Anzahl von Polizeikräften und Rettungsdienstpersonal.
Die Bevölkerung im Bereich Zolling wird darauf hingewiesen, dass es während der Übung über einen längeren Zeitraum zu Geräuschen, Effektgeräuschen und lauten Rufen kommen kann, die Teil des simulierten Einsatzes sind. Zudem ist mit einer erheblichen Zahl von Fahrten mit Sondersignal sowie mit zeitweisen Sperrungen im Übungsbereich zu rechnen.
Auch das Krankenhaus Freising ist Teil der Übung. Um den regulären Klinikbetrieb nicht zu beeinträchtigen, wird eigens eine zweite Notaufnahme der AG-Notfall vorbereitet. Dort soll das Eintreffen einer großen Zahl Verletzter unterschiedlicher Schweregrade simuliert werden. Ziel der Übung ist es, die Schnittstellen und die Koordination zwischen den beteiligten Organisationen der Sicherheits- und Rettungsdienste unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren und mögliches Optimierungspotenzial außerhalb eines echten Einsatzes aufzudecken.
Nach Angaben der Organisatoren sollen solche Übungen Einsatzkräften helfen, in belastenden Großschadenslagen auf Erfahrungswerte und Routine zurückgreifen zu können, um eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Der Bezirksverband Oberbayern legt daher Wert darauf, das Szenario einschließlich aller Rahmenbedingungen möglichst realitätsnah zu gestalten. An der Übung ist auch die Integrierte Leitstelle Erding beteiligt. Der reguläre Betrieb von Rettungsdienst, Polizei, Leitstelle und den übrigen teilnehmenden Organisationen wird durch die Übung nach Angaben der Verantwortlichen nicht beeinträchtigt.
Mit der frühzeitigen Information möchten das BRK und die weiteren Übungsbeteiligten Verunsicherung in der Bevölkerung vermeiden. Sie bitten zugleich um Verständnis für mögliche Unannehmlichkeiten, die im Zusammenhang mit der Großübung entstehen können.



