Welt-Erste-Hilfe-Tag: DRK und Jugendrotkreuz fordern Erste-Hilfe-Unterricht für alle Schüler

Anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tags am 12. September 2026 verlangen Deutsches Rotes Kreuz und Jugendrotkreuz eine verbindliche Verankerung von Erster Hilfe und Gesundheitskompetenz im schulischen Lehrplan.
Anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tags am 12. September 2026 fordert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gemeinsam mit seinem eigenverantwortlichen Jugendverband, dem Jugendrotkreuz (JRK), in einem gemeinsamen Positionspapier die Verankerung von Gesundheits- und Krisenkompetenz in Schulen.
DRK-Präsident Hermann Gröhe betont: „Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weiterhin zu den häufigsten Todesursachen in der Gesellschaft. Die ersten Minuten bei einem Notfall entscheiden über Leben und Tod. Je mehr Menschen – auch schon Kinder – wissen, wie sie in so einer Lage handeln können, desto mehr Leben werden täglich gerettet.“
Nach Auffassung des DRK und JRK stärkt das Wissen um Erste Hilfe und Wiederbelebung die Selbstwirksamkeit und das Verantwortungsbewusstsein junger Menschen und befähigt sie, in kritischen Situationen handlungsfähig zu bleiben. DRK-Bundesarzt Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Bernd Böttiger erklärt: „Je früher und selbstverständlicher junge Menschen Erste Hilfe lernen, desto sicherer können sie das Gelernte abrufen. Jährlich könnten mindestens 10.000 Menschenleben zusätzlich gerettet werden, wenn alle Menschen die Grundlagen der Laienreanimation beherrschen würden.“
DRK und JRK setzen sich daher für die verbindliche Verankerung von Gesundheit, Resilienz und Lebensrettungskompetenzen im schulischen Bildungssystem ein. Genau wie Lesen, Schreiben und Rechnen solle jedes Kind während seiner Schulzeit verbindliche Kompetenzen in Erster Hilfe – insbesondere in der Laienreanimation –, in Gesundheitskompetenz sowie in Resilienz im Sinne von Krisen- und Katastrophenvorsorge erwerben. Diese Kompetenzen sollen nach dem Willen der Organisationen in den Bildungsplänen aller Bundesländer verankert werden und einen Mindestumfang von 24 Unterrichtsstunden pro Schuljahr umfassen. Der Kompetenzerwerb solle dabei in bestehende schulische Lernstrukturen integriert werden.
JRK-Bundesleiter Marcel Bösel sagt: „Kinder und Jugendliche frühzeitig in Erster Hilfe zu schulen, ermöglicht ihnen, in Notsituationen sicher zu handeln, und stärkt zentrale Werte wie Empathie, Fürsorge und Zivilcourage. Erste Hilfe soll zur Selbstverständlichkeit werden und junge Menschen dazu befähigen, Leben zu retten sowie in Krisen verantwortungsvoll zu handeln.“
Das gemeinsame Positionspapier von DRK und JRK ist unter drk.de abrufbar. Weitere Informationen zum Jugendrotkreuz finden sich unter jugendrotkreuz.de.



