Mann greift Polizeibeamte in München-Pasing an – drei Einsatzkräfte verletzt
Bei einem nächtlichen Einsatz in der Nimmerfallstraße in München-Pasing griff ein 42-Jähriger eine Polizeistreife an, wobei drei Beamte verletzt wurden.
Am Donnerstag, den 10.09.2026, gegen 03:30 Uhr, verständigte eine Anwohnerin der Nimmerfallstraße in München-Pasing den Polizeinotruf, da sich dort eine männliche Person auffällig verhalten habe.
Als eine Streifenbesatzung, bestehend aus drei Polizeibeamten, mit ihrem Dienstfahrzeug an der Einsatzörtlichkeit eintraf, begab sich ein 42-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München, bei dem es sich augenscheinlich um die gemeldete Person handelte, direkt zur Fahrertür des Dienstfahrzeugs. Er öffnete diese ruckartig und versuchte unter verbaler Drohung, den Einsatzstock des dort sitzenden Beamten aus dessen Einsatzgürtel zu entreißen.
Daraufhin setzte der Beamte polizeiliches Pfefferspray gegen den 42-Jährigen ein, das jedoch keine Wirkung zeigte. Durch einen Griff auf das Pfefferspray gelang es der Person, den Sprühstrahl so umzulenken, dass dieser stattdessen den Beamten selbst traf.
Zwischenzeitlich begaben sich die ebenfalls zunächst im Dienstfahrzeug befindlichen Polizeibeamtinnen zu dem 42-Jährigen und zogen ihn von der Fahrertür weg. Der Mann griff daraufhin eine der Polizeibeamtinnen an und stieß sie zu Boden. Anschließend stemmte er sich mit seinem gesamten Körper auf die am Boden liegende Beamtin, sodass ihr weitere Handlungen nicht möglich waren.
Die zweite Polizeibeamtin wirkte unter anderem mit dem polizeilichen Schlagstock auf den Mann ein, um ihn an weiteren Übergriffen auf die am Boden liegende Kollegin zu hindern, was schließlich gelang. Mit Hilfe weiterer hinzugerufener Einsatzkräfte gelang es trotz anhaltenden Widerstands, den 42-Jährigen unter Kontrolle zu bringen und ihm die dienstlichen Handfesseln anzulegen.
Insgesamt wurden bei dem Einsatz infolge der massiven Widerstandshandlungen und Angriffe des 42-Jährigen drei Einsatzkräfte verletzt. Der 42-Jährige selbst wurde bei der Festnahme leicht verletzt.
Er wurde unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Da sich im Rahmen der anschließenden Sachbearbeitung Hinweise auf eine psychische Erkrankung des 42-Jährigen ergaben, wurde er nach den polizeilichen Maßnahmen in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.
Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kommissariat 25.



