Landeskonferenz der Sicherheitswacht in Nürnberg: Herrmann will Ehrenamtliche auf 2.000 aufstocken
Wie Bayern die Sicherheitswacht in den kommenden Jahren ausbauen will und welche Ehrenamtlichen bei der Landeskonferenz für besondere Verdienste ausgezeichnet wurden.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat bei der 10. Landeskonferenz der Sicherheitswacht in Nürnberg angekündigt, die Bayerische Sicherheitswacht auf 2.000 Ehrenamtliche auszubauen. Nach seinen Worten leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im öffentlichen Raum und zum Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 12.10.2026 standen die Weiterentwicklung der Sicherheitswacht sowie die Ehrung verdienter Sicherheitswachtangehöriger.
„Mehr als 1.430 hochmotivierte Frauen und Männer in rund 270 bayerischen Städten und Gemeinden engagieren sich inzwischen ehrenamtlich für die Bayerische Sicherheitswacht. Unser Ziel ist es, die Sicherheitswacht weiter zu stärken und in den kommenden Jahren auf 2.000 Angehörige auszubauen. Seit mehr als 30 Jahren leistet die Bayerische Sicherheitswacht einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit im öffentlichen Raum und stärkt das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung“, sagte Herrmann.
Herrmann erklärte, die intensiven Werbemaßnahmen und die kontinuierliche Weiterentwicklung trügen dazu bei, dass sich die Sicherheitswacht inzwischen als attraktive ehrenamtliche Aufgabe in Bayern fest etabliert habe. „Ich danke allen Angehörigen der Sicherheitswacht für ihr großartiges Engagement, ihren Einsatz, ihre Zeit und ihre Bereitschaft, sich immer wieder aufs Neue in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen“, so der Minister.
Die Sicherheitswachtangehörigen werden von den örtlich zuständigen Polizeidienststellen ausgewählt, ausgestattet und ausgebildet. Zur Ausstattung gehören mittlerweile eine funktionale Dienstkleidung im dunkelblauen Polizeidesign, ein digitales Handsprechfunkgerät für den direkten Kontakt zur Polizei sowie ein Reizstoffsprühgerät zur Selbstverteidigung, eine Taschenlampe mit Holster und ein Erste-Hilfe-Set. Die thematisch breit gefächerte Aus- und Fortbildung umfasst neben rechtlichen Grundlagen unter anderem ein Kommunikations- und Konfliktbewältigungstraining sowie eine Erste-Hilfe-Schulung. „Damit werden unsere Ehrenamtlichen umfassend auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit bei der Sicherheitswacht vorbereitet“, betonte Herrmann.
Seit Anfang 2026 verfügen die Sicherheitswachtangehörigen über einen neuen, fälschungssicheren Dienstausweis im Scheckkartenformat. Dieser ist optisch an den Polizeidienstausweis angelehnt und bringt damit die enge Verbundenheit zwischen dem Ehrenamt der Bayerischen Sicherheitswacht und der Bayerischen Polizei zum Ausdruck.
Für besondere Verdienste zeichnete Herrmann sechs Frauen und Männer der Bayerischen Sicherheitswacht aus.
Sylvia Jähnig und Ingrid Steinegger von der Sicherheitswacht München stellten im Rahmen eines Streifengangs eine junge Frau fest, die am Geländer einer Autobahnbrücke saß und sich augenscheinlich in den Tod stürzen wollte. Die Frau konnte dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten gerettet werden.
Jürgen Schmidmeister und Manfred Neumaier von der Sicherheitswacht Neuburg an der Donau nahmen nach einem Raubdelikt in einer Grünanlage die Verfolgung der Täter auf. Diese konnten anschließend von der Polizei festgenommen werden.
Hellmuth Polreich und David Jones von der Sicherheitswacht Schweinfurt erkannten einen medizinischen Notfall und trugen dadurch zur Aufklärung einer Unfallflucht bei.
Weiterführende Informationen zur Sicherheitswacht gibt es unter https://www.sicherheitswacht.bayern.de.



