LÜKEX 26: Bund und Länder üben vom 4. bis 6. November den Ernstfall bei extremer Hitzewelle
Mehr als 150 Behörden und Organisationen sowie zehn Bundesländer trainieren drei Tage lang gemeinsam das gesamtstaatliche Krisenmanagement.
Vom 4. bis 6. November findet die gemeinsame Bund-Länder- und ressortübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX 26 statt. Das geht aus einer Mitteilung vom 30. Oktober 2026 hervor. Bundesweit trainieren mehr als 150 Behörden und Organisationen sowie zehn Bundesländer mit mehr als 60 Landesministerien gemeinsam anhand eines fiktiven Szenarios das gesamtstaatliche Krisenmanagement unter realitätsnahen Bedingungen. Geübt wird eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius nach einer anhaltenden Dürreperiode, wie sie auch in diesem Sommer aufgetreten ist. Das Szenario in Deutschland und Europa wurde gewählt, weil Extremwetterereignisse, Hitzewellen und Dürren in Folge des Klimawandels zukünftig häufiger, intensiver und länger auftreten können.
„Ziel der Übung ist es, das strategische Krisenmanagement über Ressortgrenzen hinweg und die Zusammenarbeit von Bund und Ländern sowie die transparente Krisenkommunikation nachhaltig weiterzuentwickeln und zu verbessern“, erläuterte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. „Alle Akteure üben mit, um Stärken und Schwächen zu identifizieren und hieraus gemeinsam zu lernen. Denn nur so können wir wichtige Abläufe festigen und sicherstellen, dass im Ernstfall die benötigten Ressourcen vorhanden und alle Beteiligten eingespielt und Strukturen aufeinander abgestimmt sind.“
Im Freistaat Bayern nehmen neben dem Bayerischen Innenministerium mit dem Landesamt für Bevölkerungsschutz auch die Staatsministerien für Wohnen, Bau und Verkehr, für Umwelt und Verbraucherschutz sowie für Gesundheit, Pflege und Prävention und fünf Bezirksregierungen aktiv teil. In die Übung in Bayern eingebunden sind unter anderem Vertreter der Polizei, des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, des Technischen Hilfswerks, des Bayerischen Roten Kreuzes und der Johanniter. Zudem nimmt das Landeskommando Bayern der Bundeswehr mit seinen Experten an der LÜKEX 26 teil.
Die Staatliche Feuerwehrschule Geretsried unterstützt wie bei den vorangegangenen Übungen in bewährter Form bei der Übungsabwicklung. Eingesetzt sind die Fachleute der Schule im Landesamt für Bevölkerungsschutz und als Beobachter vor Ort in den teilnehmenden Regierungen. Auch das Gemeinsame Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz von Bund und Ländern beteiligt sich an der LÜKEX 26.
LÜKEX ist die Abkürzung für die Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung. Dabei handelt es sich um eine intervallmäßig in Deutschland stattfindende Krisenübung für den Bevölkerungsschutz. Sie soll das gemeinsame Krisenmanagement von Bund und Ländern unter Einbeziehung der Hilfsorganisationen und KRITIS-Unternehmen auf strategischer Ebene verbessern. Die LÜKEX wird federführend vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Auftrag des Bundesministeriums des Innern entwickelt.
Weitere Informationen zur LÜKEX 26 gibt es auf der Internetseite des BBK zur nächsten LÜKEX.



