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Oktoberfest: Wiesnwache meldet mehrere Festnahmen nach Vorfällen am 30. September

Von gefährlicher Körperverletzung über sexuelle Belästigung bis zu einem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz: Die Wiesnwache hatte am Mittwoch, 30.09.2026, auf dem Oktoberfest mehrere Festnahmen zu bearbeiten.

Die Wiesnwache hatte auf dem Oktoberfest am Mittwoch, 30.09.2026, wieder einiges zu tun. Im Folgenden sind die gemeldeten Einzelfälle in der Reihenfolge der Polizeimeldung zusammengefasst.

Gefährliche Körperverletzung auf dem Festgelände: 39-Jähriger festgenommen

Am Mittwoch, 30.09.2026, befand sich ein 48-Jähriger mit ungarischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland gemeinsam mit einer Gruppe auf dem Oktoberfest. Im Verlauf des Abends geriet er dort mit einem Bekannten in einen Streit.

Gegen 23:30 Uhr trafen die beiden Männer auf dem Festgelände erneut aufeinander. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen schlug der Bekannte dem 48-Jährigen unvermittelt zunächst mehrfach mit der Faust gegen den Oberkörper und anschließend gegen den Kopf. Der 48-Jährige stürzte daraufhin rückwärts zu Boden und schlug mit dem Kopf auf dem Asphalt auf. Er wurde dabei schwer verletzt und war zunächst nicht ansprechbar. Mehrere Zeugen beobachteten den Vorfall und verständigten den Polizeinotruf 110.

Der 48-Jährige wurde vor Ort durch den ebenfalls verständigten Rettungsdienst versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Tatverdächtige konnte noch am Tatort durch Polizeibeamte vorläufig festgenommen und anschließend zur Wiesnwache gebracht werden. Bei ihm handelt es sich um einen 39-Jährigen mit ungarischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Der 39-Jährige wurde wegen der gefährlichen Körperverletzung angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wird im Laufe des heutigen Tages dem Haftrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 24.

Nationalsozialistische Parolen im Festzelt: 49-Jähriger angezeigt

Am Mittwoch, 30.09.2026, gegen 22:50 Uhr, befand sich ein Mann in einem Festzelt auf dem Oktoberfest. Nachdem er dort mehrfach durch Fehlverhalten aufgefallen war, wurde er durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes aus dem Festzelt begleitet. Währenddessen rief der Mann mehrfach Parolen mit Bezug zum Nationalsozialismus und äußerte sich zudem volksverhetzend.

Der Tatverdächtige wurde daraufhin vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht. Bei ihm handelte es sich um einen 49-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz.

Der 49-Jährige wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie wegen Volksverhetzung angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.

Zudem wurde von Seiten der Polizei auf die Ausstellung eines Betretungsverbots für das Oktoberfest 2026 hingewirkt.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 44.

Unerlaubte Bildaufnahmen im Festzelt: 36-Jähriger vorläufig festgenommen

Am Mittwoch, 30.09.2026, gegen 18:15 Uhr, befand sich eine 26-jährige Deutsche mit Wohnsitz im Landkreis Starnberg gemeinsam mit zwei 25- und 26-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Augsburg in einem Festzelt auf dem Oktoberfest.

Dort beobachtete die 25-Jährige, wie ein Mann mit seinem Mobiltelefon unter den Rock der 26-Jährigen filmte. Die andere Begleiterin nahm dem Mann daraufhin das Mobiltelefon ab und stellte die entsprechende Aufnahme fest.

Anschließend wurde der Sicherheitsdienst verständigt. Da sich der Mann und sein Begleiter gegenüber den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes aggressiv verhielten, wurden beide aus dem Festzelt begleitet.

Der Tatverdächtige wurde von verständigten Polizeibeamten vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht. Bei ihm handelte es sich um einen 36-Jährigen mit italienischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Das Mobiltelefon des 36-Jährigen wurde sichergestellt.

Er wurde wegen der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe eines niedrigen vierstelligen Betrags wurde er wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen werden auf der Polizeiinspektion 17 (Wiesnwache) geführt.

Sexuelle Belästigung im Festzelt: 43-Jähriger meldet sich selbst auf der Wiesnwache

Am Mittwoch, 30.09.2026, gegen 19:40 Uhr, beobachtete eine Besucherin in einem Festzelt auf dem Oktoberfest, wie ein Mann einer 42-Jährigen mit mexikanischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München das Dirndl anhob und darunter schaute. Anschließend wiederholte er dies bei einer 29-Jährigen mit argentinischer Staatsangehörigkeit mit Wohnsitz in München.

Als Polizeibeamte hinzugerufen wurden, befand sich der Tatverdächtige nicht mehr vor Ort. Über Begleiter konnte telefonisch Kontakt zu ihm hergestellt werden. Kurze Zeit später erschien er selbstständig auf der Wiesnwache und wurde dort vorläufig festgenommen. Bei dem Tatverdächtigen handelte es sich um einen 43-Jährigen mit italienischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Er wurde wegen der sexuellen Belästigung angezeigt und erkennungsdienstlich behandelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe eines niedrigen vierstelligen Betrags wurde er wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 15.

Körperverletzung durch Sicherheitsmitarbeiter: 31-Jähriger angezeigt

Am Mittwoch, 30.09.2026, gegen 21:10 Uhr, bemerkte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eines Festzelts einen Mann, der im Bereich des Zeltausgangs gegen dieses urinierte. Der Sicherheitsmitarbeiter forderte ihn daraufhin auf, den Bereich zu verlassen. Beim Mann handelte es sich um einen 37-Jährigen mit dänischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Nachdem der Mann der Aufforderung nicht nachkam, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen schlug dabei der Sicherheitsmitarbeiter dem 37-Jährigen mit der Faust ins Gesicht. Dieser stürzte zu Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein.

Er wurde medizinisch vom verständigten Rettungsdienst untersucht. Schwerwiegende Verletzungen konnten hierbei ausgeschlossen werden.

Der Sicherheitsmitarbeiter wurde von den verständigten Polizeibeamten vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht. Bei ihm handelte es sich um einen 31-jährigen Deutschen mit Wohnsitz im Landkreis Hildesheim.

Er wurde wegen der Körperverletzung angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Zudem wurde von Seiten der Polizei auf die Ausstellung eines Betretungsverbots für das Oktoberfest 2026 hingewirkt.

Die weiteren Ermittlungen werden auf der Polizeiinspektion 17 (Wiesnwache) geführt.

Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz: 36-Jähriger nach Kontrolle festgenommen

Am Mittwoch, 30.09.2026, gegen 15:30 Uhr, beobachteten Polizeibeamte auf dem Oktoberfest einen Mann bei offensichtlichen Vorbereitungshandlungen zum Konsum von Betäubungsmitteln und kontrollierten ihn daraufhin.

Bei der anschließenden Durchsuchung wurde eine geringe Menge weißen Pulvers festgestellt, wobei es sich nach derzeitigem Ermittlungsstand um Kokain handelte. Er wurde vorläufig festgenommen und zur Wiesnwache gebracht.

Bei dem Tatverdächtigen handelte es sich um einen 36-Jährigen mit britischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Er wurde wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe eines mittleren fünfstelligen Betrags wurde er wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen werden auf der Polizeiinspektion 17 (Wiesnwache) geführt.

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