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ÖPNV in Bayern: Mehr Angebot und mehr Nachfrage durch ÖPNV-Strategie 2030

Ein aktuelles Monitoring zeigt, dass Bayerns Busse und Bahnen 2025 mehr Verbindungen bieten und die Nachfrage deutlich über dem Vor-Corona-Niveau liegt.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Bayern hat sich nach Angaben der Bayerischen Staatsregierung positiv entwickelt. Die Staatsregierung hatte im Dezember 2022 die ÖPNV-Strategie 2030 auf den Weg gebracht und setzt sie seither gemeinsam mit ihren Partnern um. Das Ziel lautet: mehr Fahrgäste und dadurch auch mehr Klimaschutz. Ein aktuelles Monitoring zeigt nun, dass der Freistaat dabei auf einem guten Weg ist. Die Meldung datiert auf den 05.10.2026.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sagt: „Das ÖPNV-Angebot in Bayern entwickelt sich trotz vieler Herausforderungen weiterhin insgesamt positiv.“ Die Fahrplankilometer seien 2025 gegenüber dem Vorjahr bayernweit um 3,0 Prozent gestiegen, es gebe also mehr Bus- und Bahn-Verbindungen. Während in den Metropolen das bereits hohe Niveau weitgehend gehalten worden sei, habe das Angebot im Verdichtungsraum, um die Zentren herum, um 1,9 Prozent zugelegt. Besonders freue ihn, so Bernreiter, dass die kommunalen Aufgabenträger im ländlichen Raum das Angebot wesentlich verbessern konnten, hier gebe es ein Plus von 4,8 Prozent. Das sei „eine echte Erfolgsgeschichte“.

Eine zentrale Erkenntnis des Monitorings: Abseits der Metropolen können immer mehr Menschen von flexiblen ÖPNV-Angeboten profitieren. Im ländlichen Raum sind bereits 38,4 Prozent des ÖPNV auf der Straße bedarfsgesteuert, also Angebote auf Abruf wie Rufbusse oder Anrufsammeltaxis. Dies sei ein bedeutender Erfolg der Förderung durch den Freistaat.

„Eine leistungsfähige Infrastruktur und ein attraktiver ÖPNV bildet in der Stadt ebenso wie auf dem Land die Grundlage für ein breites Mobilitätsangebot und damit attraktive Lebensverhältnisse“, sagt Bernreiter. Er führt weiter aus: „Nur mit passenden Angeboten und angemessenen Tarifen können zukünftig noch mehr Fahrgäste vom ÖPNV überzeugt werden – so kann am Ende auch das Klima gewinnen.“

Auch die Nachfrage hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt und liegt wieder deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Sie überstieg 2024 das Niveau von 2019 insgesamt um elf Prozent. Besonders stark ist die Entwicklung im Schienenpersonennahverkehr: Dort lag die Nachfrage 2024 bereits 23,8 Prozent über dem Niveau von 2019 und stieg gegenüber 2023 um 16,9 Prozent. Als wesentliche Einflussfaktoren für die Nachfrageentwicklung nennt die Staatsregierung das Deutschlandticket und Angebotsverbesserungen im Schienenpersonennahverkehr.

Gleichzeitig fordert Bernreiter mehr Geld vom Bund: „So erfreulich die Entwicklung auch ist, muss allen klar sein: Der ÖPNV-Ausbau kann nur mit genug Geld gelingen!“ Gerade der Schienenpersonennahverkehr kämpfe mit steigenden Trassenpreisen und höheren Kosten für Energie und Personal, die stärker ausfielen als die Entwicklung der Regionalisierungsmittel und Fahrgeldeinnahmen. „Der Bund muss endlich für Planungssicherheit sorgen, die Entwicklung der Trassenpreise bremsen und vor allem ausreichend Regionalisierungsmittel zur Verfügung stellen. Das, was wir in mühevoller Arbeit aufgebaut haben und von den Fahrgästen gut angenommen wird, darf nicht durch falsche Weichenstellungen gefährdet werden“, so der Minister.

Das Monitoring bildet nach Angaben der Staatsregierung objektiv Struktur und Entwicklung von Angebot und Nachfrage im ÖPNV in Bayern ab. Ein externer Dienstleister hat dazu auf Basis öffentlich zugänglicher Daten sowie eigener Erhebungen die Entwicklung der Angebote bis 2025 und der Nachfrage bis 2024 erfasst.

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