News Autobahn A8Regionalnachrichten

Großkontrolle an A8-Rastanlage Leipheim: Motorradfahrer auf dem Weg zur European Bike Week überprüft

Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion mehrerer Polizeidienststellen an der Rastanlage Leipheim wurden zahlreiche Verstöße bei Motorrädern, Pkw und Nutzfahrzeugen festgestellt.

An der Rastanlage Leipheim an der A8 hat die Verkehrspolizei Günzburg am Samstag gemeinsam mit der Verkehrspolizei Kempten, Unterstützungskräften der Verkehrspolizei Augsburg sowie Motorradkontrollbeamten mehrerer Verkehrsdienststellen aus Baden-Württemberg eine groß angelegte Kontrollstelle betrieben. Anlass war die Überprüfung von Motorradfahrern, die auf dem Weg nach Österreich zum Faaker See waren, wo die European Bike Week, Europas größtes Harley-Davidson-Treffen, stattfand.

Zwischen 9 und 16 Uhr kontrollierten die Beamten insgesamt 59 Motorräder, von denen etwa zwei Drittel Harley-Davidson-Modelle waren, sowie 35 Pkw, teilweise mit Anhängern, zwei ATV, zehn Kleintransporter – teils ebenfalls mit Anhänger –, zwei Lkw und einen Reisebus.

Dabei stellten die Kontrollkräfte diverse Verstöße fest. Bei einem niederländischen Motorrad entdeckten die Beamten ein Auspuffteil mit einem falschen Zulassungszeichen. In diesem Fall nahmen sie Ermittlungen wegen Urkundenfälschung auf, der Harley-Fahrer durfte seine Fahrt nicht fortsetzen. Ein weiteres Urkundsdelikt wurde bei einem rumänischen Kleintransporter mit Anhänger festgestellt, dessen Typenschild verändert worden war, um über das tatsächliche Gewicht zu täuschen. Das Gespann wurde verwogen und erwies sich als deutlich zu schwer.

Gegen Motorradfahrer wurden an diesem Tag insgesamt sechs weitere Anzeigen erstellt. Ein Krad wurde sichergestellt und einem Gutachter vorgeführt, da der Verdacht auf eine unerlaubte Leistungssteigerung durch Veränderungen am Motor bestand.

Auch Fahrzeuge aus der Pkw-Tuningszene wurden kontrolliert. Insgesamt fünf Fahrzeuge wurden beanstandet, darunter ein Pkw, der wegen einer bevorstehenden Gutachtervorführung sichergestellt wurde. Zwei Pkw-Fahrer räumten vor Ort ein, eine Softwaremanipulation an ihren getunten Fahrzeugen vorgenommen zu haben, was ebenfalls zur Anzeige gebracht wird. Ein weiterer Pkw-Fahrer, der die Rücklichter seines Fahrzeugs innen dunkel angemalt hatte, wurde wegen des Verdachts einer aktuellen Beeinflussung durch THC zur Blutentnahme gebracht.

Darüber hinaus wurden mehrere Gespanne wegen Überladung verwogen, Fahrzeugführer wegen Telefonierens während der Fahrt angehalten und Geschwindigkeitsverstöße von Lkw-Fahrern geahndet. Insgesamt waren 30 Kontrollbeamte im Einsatz, die nach der umfangreichen Kontrollaktion nun zahlreiche Ermittlungsverfahren bearbeiten müssen. Die Meldung stammt von der Verkehrspolizeiinspektion Günzburg.

Ähnliche Artikel

Werbeblock erkannt

Sie können untere Nachrichten und Meldungen nur mit deaktiviertem Webeblocker lesen. Wir stellen unsere Meldungen für sie kostenfrei zur Verfügung, dann ist es nur fair, wenn wir mit Werbung uns versuchen, zu finanzieren.