Rumänischer Lkw-Fahrer täuscht Ruhezeit mit fremder Fahrerkarte vor – Kontrolle auf A7
Bei einer Schwerverkehrskontrolle auf dem Autobahnparkplatz Buchwald-West an der A7 flog ein Fahrer auf, der mit der Fahrerkarte seines Chefs eine Lenkzeit von über 17 Stunden verschleiert hatte.
Bei der Kontrolle eines rumänischen Kleintransporter-Anhänger-Gespanns am Mittwochvormittag auf dem Autobahnparkplatz Buchwald-West an der A7 haben Beamte der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Günzburg deutliche Ungereimtheiten in den digitalen Tachodaten festgestellt.
Bei der Auswertung zeigte sich, dass am vorangegangenen Montag mehrfach auch der rumänische Spediteur im Fahrzeug des 51 Jahre alten, nun kontrollierten Fahrers unterwegs gewesen sein soll. Ermittlungen der Polizei bei dem Unternehmer ergaben, dass dieser nach eigenen Angaben im Mehrfahrerbetrieb mit nach Deutschland gefahren sei und von dort aus mit einem privaten Pkw zurück nach Rumänien reiste. Dabei habe er versehentlich seine Fahrerkarte im Lkw zurückgelassen.
Auf dieser Fahrerkarte des Unternehmers setzte der eigentliche Fahrer seine Fahrt jedoch noch mehrere Stunden fort. Dadurch summierte sich dessen tatsächliche Lenkzeit auf über 17 Stunden, was deutlich über den zulässigen Vorgaben liegt. Die Fahrerkarte des Spediteurs wurde von den Beamten vor Ort beschlagnahmt, da sie vom Fahrer missbräuchlich verwendet worden war.
Sowohl gegen das Speditionsunternehmen als auch gegen den Fahrer wurde jeweils eine Sicherheitsleistung im mittleren dreistelligen Bereich erhoben. Da die aktuelle Lenkzeit zum Zeitpunkt der Kontrolle in Ordnung war, durfte der 51-Jährige nach Aufnahme der Anzeige seine Fahrt fortsetzen.
Zuständig: Verkehrspolizeiinspektion Günzburg, Schwerverkehrskontrollgruppe



