Landkreis Dillingen a. d. DonauRegionalnachrichten

Schnullerfee besucht Gesundheitsamt Dillingen zum Tag der Zahngesundheit

Mit einem neuen Präventionsprogramm möchte das Gesundheitsamt Dillingen Familien beim Abschied vom Schnuller unterstützen.

Der Schnuller spielt für viele Babys und Kleinkinder eine wichtige Rolle: Er hilft, Tränen zu trocknen, leichter in den Schlaf zu finden und Spannungen abzubauen. Intensives Schnullern, Daumennuckeln oder Saugen an Nuckelflaschen können jedoch langfristig zu Zahn- und Kieferfehlstellungen, Karies oder auch zu Störungen in der Sprachentwicklung führen. Aus diesem Grund sollte der Schnuller nach Angaben des Gesundheitsamts ab dem zweiten Lebensjahr abgewöhnt werden.

Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und Familien bei der Entwöhnung vom Schnuller oder der Nuckelflasche zu unterstützen, etabliert das Gesundheitsamt unter dem Motto „Schnuller adé mit der Schnullerfee“ ein neues Präventionsprogramm. Zum Tag der Zahngesundheit am 25. September 2026 wird die Schnullerfee erstmals persönlich das Gesundheitsamt besuchen. Zusammen mit ihr können Kinder ihren Schnuller oder die Nuckelflasche an einen liebevoll gestalteten Schnullerbaum hängen. Als Anerkennung für ihren Mut erhalten alle teilnehmenden Kinder ein kleines Geschenk und eine persönliche Urkunde als Erinnerung an diesen besonderen Tag. Das ritualisierte Abgeben des Schnullers soll Eltern und Kind beim Abschied von Schnuller oder Nuckelflasche helfen und diesen wichtigen Entwicklungsschritt positiv verstärken. Eine Anmeldung zur Aktion ist nicht erforderlich.

Kinder, die am 25. September nicht persönlich kommen können, müssen laut Gesundheitsamt nicht traurig sein: Sie dürfen ihren Schnuller oder die Nuckelflasche auch an die Helferinnen der Schnullerfee im Gesundheitsamt übergeben und erhalten ebenfalls eine Urkunde und ein kleines Geschenk. Der Link zur Terminbuchung sowie weitere Hintergrundinformationen und Tipps zur Schnuller-Entwöhnung sind auf der Homepage des Landratsamtes unter Gesundheit und Soziales – Gesundheit im Landkreis – Prävention und Gesundheitsvorsorge – Schnullerfee zu finden: Termin zur Schnullerfee-Aktion buchen.

Das Gesundheitsamt weist zudem auf die möglichen negativen Folgen des Dauernuckelns hin: Häufiges Schnullern oder Nuckeln an Fingern oder Flaschen ist aus zahnärztlicher, kieferorthopädischer und logopädischer Sicht problematisch. Schnuller, Finger oder Sauger stellen einen Fremdkörper im Mund dar, wodurch das Muskelgleichgewicht von Kiefer, Lippen und Zunge gestört wird. Dauerhaft kann dies zu negativen Auswirkungen in der Kieferentwicklung – häufig einem zu kleinen Oberkiefer – und zu massiven Zahnfehlstellungen wie einem lutschoffenen Biss führen. Auch das Erlernen vieler Laute, etwa von „S“ und „Z“, kann beeinträchtigt sein. Darüber hinaus birgt die Nuckelflasche neben den genannten Risiken eine erhöhte Kariesgefahr, wenn zuckerhaltige Getränke – auch beispielsweise Milch – die Zähne ständig umspülen.

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