Tödlicher Unfall auf A7 bei Oy-Mittelberg: Verursacher nach Flucht identifiziert
Nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der A7 bei Oy-Mittelberg hat die Verkehrspolizei Kempten den zunächst geflüchteten Unfallbeteiligten ermittelt.
Nach dem tödlichen Verkehrsunfall auf der A7 bei Oy-Mittelberg haben Ermittler der Verkehrspolizeiinspektion Kempten den zunächst unbekannten weiteren Unfallbeteiligten identifiziert. Der Mann muss sich nun unter anderem wegen fahrlässiger Tötung verantworten.
Wie bereits berichtet, hatte sich am Sonntagnachmittag gegen 15:15 Uhr auf der A7 in Fahrtrichtung Würzburg kurz nach der Anschlussstelle Oy-Mittelberg ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein bislang unbekannter Pkw war zum Überholen eines vorausfahrenden Fahrzeugs vom rechten auf den linken Fahrstreifen gewechselt und hatte dabei offenbar einen mit höherer Geschwindigkeit herannahenden Wagen missachtet. Dessen Fahrer wich noch nach links aus, geriet ins Schleudern, kam nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Der 57 Jahre alte deutsche Fahrer erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der unbekannte Verursacher setzte seine Fahrt zunächst fort, ohne sich um die Unfallstelle zu kümmern.
Durch umfangreiche Ermittlungen konnten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Kempten den zweiten Unfallbeteiligten nun ausfindig machen. Es handelt sich um einen ebenfalls 57 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen, der aktuell in den USA lebt und sich zu einem Verwandtenbesuch in Deutschland aufhielt. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen fahrlässiger Tötung bei einem Verkehrsunfall sowie wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.
Zur Klärung des genauen Unfallhergangs war bereits auf Weisung der Staatsanwaltschaft Kempten ein Unfallgutachter hinzugezogen worden. An dem verunfallten Pkw entstand Totalschaden in Höhe von rund 10.000 Euro, an den Anlagen der Autobahn ein Sachschaden von etwa 1.500 Euro. Die A7 musste in Richtung Norden für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden, ein größerer Rückstau bildete sich.
Im Einsatz waren damals neben mehreren Streifen der Verkehrspolizeiinspektion Kempten ein Rettungshubschrauber, ein Notarzteinsatzfahrzeug, mehrere Rettungswagen sowie ein Polizeihubschrauber. Die Freiwillige Feuerwehr Oy unterstützte die Einsatzkräfte bei den Absperrmaßnahmen.



