Landkreis Dillingen investiert rund 400.000 Euro in neuen Einsatzleitwagen für den Katastrophenschutz
Mit modernster Technik soll das neue Fahrzeug künftig die Einsatzleitung bei Großschadensereignissen im Landkreis Dillingen unterstützen.
Der Landkreis Dillingen an der Donau hat knapp 400.000 Euro in einen neuen Einsatzleitwagen investiert, der bei Großschadenereignissen die notwendige Technik für die Koordination des örtlichen Katastropheneinsatzes bereitstellt. Zuständig für den Einsatz sind die Örtliche Einsatzleitung und die Sanitätseinsatzleitung. Landrat Markus Müller übergab das Fahrzeug nun an deren Mitglieder beim Rettungszentrum des BRK-Kreisverbandes Dillingen. Der Freistaat Bayern hatte für die Anschaffung einen Zuschuss in Höhe von rund 146.000 Euro zugesagt.
„Ein leistungsfähiger und gut aufgestellter Katastrophenschutz ist bedeutend, denn die Anforderungen an die Einsatzleitungen bei Schadensereignissen sind immens“, so der Landrat. „Eine funktionierende Kommunikation, gute Arbeits- und Organisationsabläufe in den Führungsgremien wie zum Beispiel bei einem Massenanfall von Verletzten sind entscheidend für die Einsatzkoordination.“
Die bisherigen zwei Fahrzeuge aus den Jahren 2003 und 2009 entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Landkreis beschloss deshalb im Jahr 2023, die Technik künftig in einem gemeinsamen Fahrzeug zu bündeln. „Ich danke den Verantwortlichen und den beiden Unterstützergruppen der Sanitäts- und Örtlichen Einsatzleitung, dass sie den Einsatzleitwagen zukünftig gemeinsam betreiben werden und dass sie sich bei der Führungsorganisation engagieren“, betonte Landrat Müller. Dieses zeit- und arbeitsintensive Engagement sei nicht selbstverständlich. Der Leiter der Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung, Sebastian Schaarschmidt aus Gundelfingen, sieht in der gemeinsamen Nutzung noch einen weiteren Vorteil: „Die gemeinsame Nutzung des Einsatzleitwagens wird die Zusammenarbeit der beiden Gruppen intensivieren und das WIR-Gefühl stärken.“
Bei größeren und komplexen Einsatzlagen übernehmen die Unterstützungsgruppen eine entscheidende Funktion: Sie bilden das Backoffice der Einsatzleitung, in dem Informationen zusammenlaufen, aufbereitet und übersichtlich dargestellt werden, damit fundierte Entscheidungen getroffen werden können. Zur Übergabe waren neben Mitgliedern der Sanitäts- und Örtlichen Einsatzleitung sowie deren Unterstützungsgruppen auch die Leiter verschiedener Institutionen eingeladen, die bei Großschadenslagen in den Führungsstäben des Katastrophenschutzes mitarbeiten, darunter Polizei, Kreisbrandinspektion und die Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung.
Sowohl das neue Fahrzeug als auch die Unterstützungsgruppen werden künftig beim BRK-Rettungszentrum Dillingen untergebracht. „Mein Dank gilt dem BRK-Kreisverband Dillingen, aber auch der Feuerwehr Dillingen mit Stadtbrandinspektor Markus Pfeifer“, so der Landrat, „denn dort war die Unterstützergruppe der Örtlichen Einsatzleitung samt ihrem Fahrzeug bisher untergebracht.“
Der neue Einsatzleitwagen bietet modernste technische Möglichkeiten. Mehrere Bildschirme und Whiteboards ermöglichen es beispielsweise, Lagekarten, Einsatzinformationen und Verletztenübersichten übersichtlich zu visualisieren. Darüber hinaus verfügt der Einsatzleitwagen über eine Satelliten-Anlage, eine eigene Stromversorgung, eine Wetterstation und umfangreiches Einsatzmaterial. Das Fahrzeug soll in den kommenden Monaten im Rahmen von Übungen den Feuerwehren und allen anderen im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen vorgestellt werden.



