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ComeToGZer in Ichenhausen: Zwei ausverkaufte Festivalabende in der Synagoge

Was als Auftrittsmöglichkeit in der Corona-Zeit begann, füllte in der siebten Auflage an zwei Abenden die Synagoge Ichenhausen bis auf den letzten Platz.

Zwei Abende, ein ausverkauftes Haus und ein vielfältiges musikalisches Programm: Das Landkreisfestival „ComeToGZer“ hat am vergangenen Wochenende bereits zum siebten Mal das Publikum in der Synagoge Ichenhausen begeistert. Klassik traf auf Klezmer, Pop auf Poesie und junge Talente auf erfahrene Musikerinnen und Musiker. Gemeinsam gestalteten sie zwei abwechslungsreiche und unvergessliche Festivalabende.

Das Festival wurde während der Corona-Zeit ins Leben gerufen, um Künstlerinnen und Künstlern trotz der schwierigen Rahmenbedingungen eine Auftrittsmöglichkeit zu geben. Inzwischen hat sich „ComeToGZer“ fest im Kulturkalender des Landkreises Günzburg etabliert. Das Konzept lebt von besonderen Gastspielen, kreativen Kooperationen und Premieren, die in dieser Form nur auf der Landkreis-Bühne zu erleben sind.

„ComeToGZer zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig die Kulturlandschaft in unserem Landkreis ist. Was in einer schwierigen Zeit als Möglichkeit für Künstlerinnen und Künstler begonnen hat, ist heute ein fester und beliebter Bestandteil unseres Kulturlebens. Besonders freut mich, dass das Festival Menschen und Musikrichtungen zusammenbringt und dabei immer wieder Neues wagt“, sagte Landrat Hans Reichhart.

Der Freitagabend bot einen vielseitigen Mix aus klassischen Stücken, modernen Interpretationen und poetischen Einlagen. Am Samstag standen Singer-Songwriter, Pop und mitreißende Bands im Mittelpunkt. Zu den Höhepunkten zählten die berührenden Klezmerklänge von Joszef Balogh, die energiegeladenen Auftritte der Band Schwablantis und die gefühlvollen Songs von Sarah Judith Klingholz.

Ein besonderer Programmpunkt erwartete das Publikum an beiden Festivaltagen mit Manfred Preis, der als Musiker der Berliner Philharmoniker bekannt ist. Er stellte seine außergewöhnliche Klasse nicht nur an der Bassklarinette und am Saxofon unter Beweis, sondern begeisterte auch mit seinem Spiel auf dem Hang.

Für einen weiteren emotionalen Höhepunkt sorgte Thomas Stieben mit seiner Interpretation von „Hallelujah“. Spätestens beim Refrain sang der gesamte Saal mit. So wurde das Publikum kurzerhand zu einem großen Landkreischor und machte den Auftritt zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis.

Ein besonderer Akzent lag in diesem Jahr auf der Ouvertüre für die Bayerische Landesausstellung 2027. Das eigens für diesen Anlass entstandene Werk trägt den Titel „Sisters“ und wurde von Hermann Skibbe komponiert und von Lukas Stipar für Orchester arrangiert. Es feierte beim Landkreisfestival seine Premiere und gab einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf die Landesausstellung, die vom 4. Mai bis 7. November 2027 in Ursberg unter dem Motto „Schwesterherz! Frauen retten Bayern“ stattfinden wird.

Die musikalische Leitung des Festivals lag bei Hermann Skibbe. Organisiert wurde „ComeToGZer“ von Simon Paintner Frei, dem Leiter der Stabsstelle Kultur und Heimatpflege am Landratsamt Günzburg. „Das Festival lebt von der Bereitschaft aller Beteiligten, sich auf neue Ideen und ungewöhnliche Begegnungen einzulassen. Dass dabei immer wieder Stücke erstmals aufgeführt und besondere Kooperationen möglich werden, macht den Charakter von ComeToGZer aus“, betonte Paintner Frei.

Mit zwei ausverkauften Abenden und einem Publikum, das aufmerksam zuhörte, begeistert mitsang und die Künstlerinnen und Künstler mit großem Applaus verabschiedete, hat „ComeToGZer“ erneut gezeigt, warum das Landkreisfestival inzwischen weit über die Grenzen des Landkreises hinaus geschätzt wird.

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