Günzburg bleibt für zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt
Seit 2014 trägt die Große Kreisstadt den Titel, und nun hat sie erneut alle Kriterien der Fairtrade-Towns erfüllt.
Die Stadt Günzburg darf den Titel „Fairtrade-Stadt“ für zwei weitere Jahre tragen. Die Große Kreisstadt hält die Auszeichnung seit 2014 und erfüllt weiterhin sämtliche Kriterien der Fairtrade-Towns. Gewürdigt wurde damit die gezielte und intensive Auseinandersetzung der Stadt mit den Themen Fairer Handel und Faire Beschaffung.
Das Zertifikat wird nicht automatisch verlängert, sondern muss alle zwei Jahre neu erarbeitet werden. Günzburg erbringt diesen Qualitätsbeweis nach Angaben der Stadt seit inzwischen zwölf Jahren lückenlos.
Oberbürgermeister Michael Jahn freut sich über die Verlängerung des Titels und betont: „Dass wir diese Auszeichnung seit zwölf Jahren durchgehend tragen dürfen, zeigt eindrucksvoll: Fairer Handel ist in Günzburg kein kurzfristiges Projekt, sondern fest in unserem städtischen Alltag verankert. Ich bin stolz auf dieses starke Signal unseres lokalen Netzwerks. Auch in Zukunft werden wir uns mit voller Energie dafür einsetzen, bewussten Konsum vor Ort voranzutreiben.“
Um die Kriterien einer Fairtrade-Stadt zu erfüllen, zieht die gesamte Stadtgesellschaft an einem Strang: Auch Vereine und kirchliche Organisationen bieten Produkte aus fairem Handel an, während Schulen das Thema in den Unterricht integrieren. In Günzburg gibt es mittlerweile fünf ausgezeichnete Fairtrade-Schulen sowie mit dem evangelischen Kindergarten eine Eine-Welt-Kita. Zudem ist die „Faire Hütte“ ein fester und beliebter Bestandteil der jährlichen Altstadtweihnacht.
Angelika Fischer, Leiterin der Fairtrade-Lenkungsgruppe, blickt auf die Arbeit der vergangenen Jahre zurück und sagt: „Die erneute Auszeichnung ist für unser Team Ansporn und Bestätigung zugleich. Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg haben wir gezeigt, wie lebendig der Fairtrade-Gedanke in Günzburg ist. Faire Produkte sichern den Erzeugern im globalen Süden ein existenzsicherndes Einkommen und bekämpfen Armut direkt an der Wurzel. Wer fair kauft, übernimmt Verantwortung. Und das muss nicht teuer sein.“
Beate Agemar, städtische Leiterin der Wirtschaftsförderung und des Grundstücksmanagements, hebt den Netzwerkgedanken hervor: „Eine Fairtrade-Stadt lebt vom Mitmachen. Das Gütesiegel ist der Verdienst vieler engagierter Menschen aus Zivilgesellschaft, Politik und lokaler Wirtschaft, die an einem Strang ziehen.“
Foto: Michael Lindner/Stadt Günzburg (Bildunterschrift in der Mitteilung: „Wirtschaftsbeauftragte Beate“).



