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Günzburg: Wahlversprechen des Oberbürgermeisters eingelöst

Die Stadt Günzburg reformiert die Wahlwerbung im Stadtgebiet: Statt frei platzierter Plakate an Straßenrändern, Zäunen und Masten setzt die Stadt künftig auf zentrale Sammelstandorte. Die Neuregelung soll Ressourcen schonen und das Ortsbild schützen.

. Nach den Erfahrungen der Kommunalwahl im März 2026 zieht die Stadt Günzburg Konsequenzen bei der Wahlplakatierung. Um das Orts- und Landschaftsbild künftig besser zu schützen, wird die Plakatierung im Stadtgebiet neu geordnet. Die Änderung der Plakatierungsverordnung wurde von Oberbürgermeister Michael Jahn in Auftrag gegeben, von der Stadtverwaltung ausgearbeitet und vom Stadtrat einstimmig beschlossen. Sie beendet das bislang ungeordnete Anbringen von Plakaten an Straßenrändern, Zäunen und Masten und setzt stattdessen auf übersichtliche, zentrale Sammelstandorte.

In der Vergangenheit hatte die Menge an frei platzierten Wahlplakaten bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Unmut gesorgt. Die neue Verordnung bündelt die Werbeflächen künftig gezielt: In jedem Stadtteil entsteht mindestens ein zentraler Standort, in der Kernstadt mindestens drei. Um Übersichtlichkeit und Chancengleichheit zu gewährleisten, ist auf diesen Plakatwänden ausschließlich das Format DIN A1 zugelassen. Ergänzend erhalten Parteien und Wählervereinigungen weiterhin die Möglichkeit zur Selbstdarstellung über temporäre Großflächenplakatwände sowie ganzjährig betriebene städtische Anschlagflächen.

Weniger Müll, mehr Ordnung im Stadtbild

Die Neuregelung trägt zugleich zur Ressourcenschonung bei: Durch die deutliche Reduzierung von Wahlplakaten und den Wegfall von Kunststoffkabelbindern soll das Müllaufkommen nach Wahlkämpfen spürbar sinken. Um unkontrolliertes Plakatieren zu verhindern, ist Wahlwerbung an sonstigen temporären Werbeanlagen wie Bauzaunbannern künftig untersagt – dies gilt sowohl auf öffentlichen als auch auf privaten Grundstücken, sofern diese in den öffentlichen Raum hineinwirken.

Wahlversprechen des Oberbürgermeisters eingelöst

Mit dem neuen Konzept löst Oberbürgermeister Michael Jahn zugleich ein Versprechen aus seinem Wahlkampf ein: Innerhalb der ersten 100 Tage nach seinem Amtsantritt liegt eine tragfähige Lösung vor, die Qualität und Erscheinungsbild der Stadt langfristig sichern soll. „Die Günzburgerinnen und Günzburger haben nach der letzten Wahl völlig zu Recht ein klares Signal zur Eindämmung der Plakatflut gefordert. Es war mir ein persönliches Anliegen, hier zügig zu handeln“, erklärte der Oberbürgermeister. Er dankte der Stadtverwaltung für die Ausarbeitung des Konzepts sowie dem Stadtrat für die gemeinsame Unterstützung der Lösung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.

Die Chancengleichheit aller Parteien und Wählervereinigungen bleibt auch im neuen System durch das Prinzip der abgestuften Chancengleichheit vollständig gewahrt. Im nächsten Schritt werden die genauen Standorte der neuen Plakatwände festgelegt, damit die Regelungen rechtzeitig zur nächsten Wahl greifen.

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