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Johanniter-Rettungshundestaffel Kötz: Michaela Saiko und Dr. Duke bestehen Flächenprüfung

Wie das Rettungshundeteam seine Einsatzfähigkeit in der Flächensuche nachwies und warum die Staffel weitere Ehrenamtliche sucht.

Rettungshundearbeit bedeutet weit mehr als die Suche nach vermissten Menschen. Sie lebt vom Engagement der Ehrenamtlichen und der Begeisterung für die Arbeit mit den Vierbeinern.

Michaela Saiko, Staffelleitung der Johanniter in Kötz, hat gemeinsam mit ihrem Rüden Dr. Duke am vergangenen Wochenende die Flächenprüfung beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Biberach-Nord erfolgreich bestanden. Damit haben die beiden ihre Einsatzfähigkeit in der Flächensuche unter Beweis gestellt. Michaela Saiko und Dr. Duke sind ab jetzt einsatzbereit für die Johanniter in Kötz.

Insgesamt gingen bei der Prüfung 14 Rettungshundeteams an den Start, davon konnten 7 Teams die Prüfung erfolgreich abschließen. Für Michaela Saiko und Dr. Duke ist das bestandene Prüfungsergebnis nicht nur eine persönliche Bestätigung der intensiven Trainingsarbeit, sondern auch wichtig für die Einsatzbereitschaft der Staffel.

Die Rettungshundestaffel der Johanniter in Kötz zählt aktuell 11 Mitglieder. Davon sind 3 Mensch-Hund-Teams geprüft und können für die Suche nach vermissten Personen eingesetzt werden. Bis ein Hund gemeinsam mit seinem Menschen einsatzfähig ist, braucht es viel Training, Zeit, Geduld und Vertrauen. Die Ausbildung umfasst dabei nicht nur die Arbeit des Hundes, sondern auch die Orientierung im Gelände, den Umgang mit Funkgeräten, Erste Hilfe und das richtige Verhalten im Einsatz.

Michaela Saiko übernimmt dabei gleich mehrere wichtige Aufgaben. Sie leitet die Rettungshundestaffel in Kötz und ist darüber hinaus Prüferin für das Rettungshundewesen. Ihre Arbeit geht damit weit über das eigene Training mit Dr. Duke hinaus. Sie engagiert sich für die Ausbildung der Teams, die Weiterentwicklung der Staffel und insbesondere auch für die Förderung des Ehrenamts.

„Rettungshundearbeit ist viel mehr als nur die Arbeit mit dem eigenen Hund. Es geht darum, Menschen für diese wichtige Aufgabe zu begeistern, neue Ehrenamtliche zu gewinnen und gemeinsam etwas zu bewegen. Wir brauchen Menschen, die bereit sind, ihre Freizeit einzusetzen, um anderen in einer Notsituation zu helfen“, betont Michaela Saiko.

Rettungshunde können auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Bei der Flächensuche durchsucht der Hund selbstständig ein bestimmtes Gebiet, beispielsweise ein Waldstück, eine Wiese oder ein unübersichtliches Gelände. Dabei sucht er nach menschlicher Witterung und zeigt seinem Hundeführer durch ein erlerntes Anzeigeverhalten an, wenn er eine Person gefunden hat. Der Hund muss dafür konzentriert, selbstständig und ausdauernd arbeiten können.

Grundsätzlich können Hunde ganz unterschiedlicher Rassen und Größen für die Rettungshundearbeit geeignet sein. Entscheidend ist weniger die Rasse als vielmehr der Charakter des Hundes. Wichtig sind eine gute Sozialverträglichkeit, Menschenfreundlichkeit, Neugier, Selbstständigkeit und eine hohe Motivation, mit dem Menschen zusammenzuarbeiten.

Ein Rettungshund sollte Freude daran haben, seine Umwelt zu erkunden, neue Herausforderungen anzunehmen und auch in ungewohnten Situationen konzentriert zu bleiben. Körperliche Gesundheit und Belastbarkeit sind ebenfalls wichtige Voraussetzungen. Ob ein Hund geeignet ist, lässt sich am besten bei einem gemeinsamen Kennenlernen und ersten Übungen herausfinden.

Die Rettungshundearbeit ist ein zeitintensives Ehrenamt. Regelmäßige Trainings, Fortbildungen, Prüfungen und die Vorbereitung auf mögliche Einsätze gehören dazu. Gleichzeitig bietet sie eine besondere Möglichkeit, die Beziehung zum eigenen Hund zu vertiefen und sich gemeinsam für andere Menschen einzusetzen.

Die Johanniter-Rettungshundestaffel in Kötz freut sich deshalb über Menschen, die Interesse an dieser sinnstiftenden Aufgabe haben. Wer mehr über die Rettungshundearbeit erfahren oder herausfinden möchte, ob der eigene Hund geeignet ist, kann sich direkt an Michaela Saiko wenden.

Kontakt: michaela.saiko@johanniter.de

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist ein Werk des evangelischen Johanniterordens, dessen wichtigstes Anliegen seit Jahrhunderten die Hilfe von Mensch zu Mensch ist. Mit mehr als 33.000 Beschäftigten, rund 44.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und rund 1,2 Millionen Fördermitgliedern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe eine der größten deutschen Hilfsorganisationen. Zu ihren Aufgaben zählen seit ihrer Gründung neben dem Rettungs- und Sanitätsdienst auch Bevölkerungsschutz und Erste-Hilfe-Ausbildung. Hinzu kommen soziale Dienste für Kinder und Jugendliche, dazu zählen auch derzeit 644 Kindertagesstätten sowie die Betreuung und Pflege von älteren und kranken Menschen. Die Johanniter engagieren sich ebenso in der humanitären Hilfe im Ausland.

Im Landesverband Bayern der Johanniter arbeiten mehr als 5.000 Beschäftigte, fast 10.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich und mehr als 250.000 Fördermitglieder unterstützen die Organisation. Stand der Zahlen: 31.12.2024.

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