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Auto schleudert nach Unfall auf A8 bei Günzburg auf Gegenfahrbahn – A8 zeitweise komplett gesperrt

Günzburg. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A8 bei Günzburg sind am Sonntagabend fünf Menschen verletzt worden, darunter ein siebenjähriges Kind. Ein Fahrzeug schleuderte nach einer Kollision über den Mittelstreifen auf die Gegenfahrbahn. Die Autobahn war zeitweise in beide Richtungen komplett gesperrt, der Sachschaden wird auf bis zu 120.000 Euro geschätzt.

Der Unfall ereignete sich am Sonntagabend gegen 18:30 Uhr auf der A8 in Höhe der Anschlussstelle Günzburg. Auslöser war ein Fahrspurwechsel: Weil an der Anschlussstelle Günzburg in Richtung Stuttgart Fahrzeuge auf die Autobahn einfuhren, wechselte ein polnisches Fahrzeug vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen. Eine 64-jährige Autofahrerin wich daraufhin auf den linken Fahrstreifen aus. Ein 25-jähriger Fahrer, der dort mit höherer Geschwindigkeit unterwegs war, konnte trotz einer Vollbremsung eine Kollision mit ihr nicht mehr verhindern.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen des 25-Jährigen auf den Mitteltrog geschoben und schleuderte anschließend auf die Gegenfahrbahn. Dort touchierte er das Fahrzeug eines entgegenkommenden 34-Jährigen. Drei weitere Fahrzeuge wurden durch umherfliegende Trümmerteile beschädigt.

Das polnische Fahrzeug, das den Unfall mit ausgelöst hatte, setzte zunächst seine Fahrt fort. Im Rahmen einer Fahndung konnten Kräfte der Polizei Ulm das Auto feststellen und anhalten. Der 45-jährige Fahrer gab an, den Unfall zwar bemerkt, sich selbst aber nicht damit in Verbindung gebracht zu haben.

Der Fahrer des Wagens, der über den Mitteltrog auf die Gegenfahrbahn geschleudert war, erlitt mittelschwere Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Seine 25-jährige Beifahrerin sowie das siebenjährige Kind im Fahrzeug wurden leicht verletzt, ebenso der Fahrer des entgegenkommenden Autos.
Drei der beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf rund 100.000 bis 120.000 Euro geschätzt.

Die Fahrbahn Richtung München war etwa anderthalb Stunden, die Fahrbahn Richtung Stuttgart rund eine Stunde vollständig gesperrt. In Richtung München bildete sich zeitweise ein Stau von mehr als acht Kilometern Länge.

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