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Landkreis Neu-Ulm: Sieben Radwegepaten kontrollieren Radrundtouren

Nach einer Schulung prüfen ehrenamtliche ADFC-Mitglieder künftig regelmäßig, in welchem Zustand sich die sieben touristischen Radrundtouren und das Alltagsradwegenetz befinden.

Für die sieben touristischen Radrundtouren sowie das Alltagsradwegenetz im Landkreis Neu-Ulm gibt es jetzt sieben Radwegepatinnen und -paten. Nach einer Schulung übernehmen die ehrenamtlichen ADFC-Mitglieder (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) künftig die regelmäßige Qualitätskontrolle des Radwegenetzes im Landkreis Neu-Ulm. Dabei ist jeder Pate jeweils für einen touristischen Radweg sowie zusätzlich für einen Bereich des Alltagsradwegenetzes zuständig.

Ziel des Projekts ist es, die Beschaffenheit des Radwegenetzes regelmäßig zu überprüfen und Mängel frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Dafür werden die Strecken zweimal jährlich abgefahren: Im Frühjahr stehen die touristischen Routen im Fokus, im Herbst wird das Alltagsradwegenetz kontrolliert. Kleinere Mängel wie Scherben, Verschmutzungen oder Bewuchs können teilweise direkt beseitigt werden. Auch verschmutzte oder schlecht erkennbare Schilder der Radwegweisung können vor Ort gereinigt werden. Größere Mängel und Schäden werden dokumentiert und an das Landratsamt Neu-Ulm gemeldet. Dieses leitet die Hinweise an die jeweils zuständigen Stellen beziehungsweise Bauhöfe weiter.

Damit die Radwegepaten Mängel zuverlässig erkennen und einheitlich erfassen können, wurden sie umfassend geschult. Roland Weimer von Donautal-Aktiv e. V. vermittelte den Ehrenamtlichen mit seiner langjährigen Erfahrung das notwendige Wissen für die Befahrung. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der systematischen Erfassung von Mängeln und den vorgeschriebenen Normen für die Radwegweisung.

„Gerade in Zeiten knapper Kassen ist das Projekt eine gute und zugleich schöne Möglichkeit, die Qualität unserer Radwege im Landkreis aufrechtzuerhalten“, so Esther Schmid, zuständig für den Radverkehr im Landratsamt Neu-Ulm. In den vergangenen Jahren hatte der Landkreis das Radwegenetz regelmäßig durch ein Fachbüro kontrollieren lassen. „Wir sind sehr dankbar, dass sich sieben ADFC-Mitglieder bereit erklärt haben, ihre Freizeit für dieses Projekt einzusetzen“, freut sich Esther Schmid.

Ihre Kollegin Nadine Schmieder, Tourismusbeauftragte im Landratsamt Neu-Ulm, ergänzt: „Ehrenamtliches Engagement ist heute alles andere als selbstverständlich. Umso mehr freuen wir uns auf die gemeinsame Umsetzung und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Tourismus- und Radverkehrsförderung im Landkreis.“

Mit der abgeschlossenen Schulung geht das Projekt nun in die praktische Umsetzung. Die regelmäßige Kontrolle soll dazu beitragen, die Qualität des Radwegenetzes langfristig zu sichern und den Landkreis als fahrradfreundliche Region weiter zu stärken. Davon profitieren nicht nur Radreisende und Touristen. Ein gut gepflegtes, sicheres und verlässlich ausgeschildertes Radwegenetz kommt ebenso den Menschen zugute, die das Fahrrad im Alltag nutzen.

Das Projekt soll künftig weiter wachsen: Der Landkreis Neu-Ulm freut sich daher über weitere engagierte Radfahrende, die sich als Radwegepatin oder -pate ehrenamtlich einbringen möchten. Interessierte können sich unter Tel. 0731-7040-41106 oder -42108 oder per E-Mail an touristik@landkreis-nu.de melden.

Bildunterschrift: Gruppenbild mit den neuen Radwegepatinnen und -paten (v. l.): Esther Schmid, Siglinde Feldkircher, Robert Ball, Florian Junginger, Frank Wiegandt, Jutta Schlingmann, Debra Settele, Monika Maibach, Roland Weimer und Nadine Schmieder.

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