Serie von Sachbeschädigungen in Senden-Ay aufgeklärt: 66-Jähriger tatverdächtig
Nach jahrelangen Ermittlungen hat die Polizei einen Mann identifiziert, der seit 2022 mit Stahlkugeln Fahrzeuge und Gegenstände in Senden-Ay beschädigt haben soll.
Nach umfangreichen Ermittlungen ist es der Polizei Senden gelungen, einen 66-jährigen Tatverdächtigen zu ermitteln, der seit November 2022 für eine ganze Serie von Sachbeschädigungen in Senden-Ay verantwortlich sein soll. In der Uhlandstraße, der Egerländerstraße und der Lusthauser Straße waren wiederholt auf der Straße geparkte Fahrzeuge sowie Gegenstände auf privaten Grundstücken durch Stahlkugeln beschädigt worden. Der Gesamtschaden liegt nach derzeitigem Ermittlungsstand im mittleren fünfstelligen Bereich.
Nachdem sich die Vorfälle im Juni und Juli 2026 erneut gehäuft hatten, erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 66-jährigen deutschen Mann. Polizeivizepräsident Haber bezeichnete den Ermittlungserfolg als Ergebnis akribischer und konsequenter Polizeiarbeit, durch die es gelungen sei, die Serie aufzuklären und einen Tatverdächtigen zu ermitteln.
Auf Grundlage eines vom zuständigen Ermittlungsrichter erlassenen Durchsuchungsbeschlusses durchsuchten Einsatzkräfte der Polizeistation Senden, der Zentralen Einsatzdienste Kempten und Neu-Ulm sowie der Polizeiinspektion Neu-Ulm am Mittwoch, den 26. August 2026, das Anwesen des Tatverdächtigen. Dabei stellten die Beamten eine Vielzahl an Beweismitteln sicher, darunter Steinschleudern, Luftdruckwaffen sowie eine geladene PTB-Waffe. Nach derzeitigem Erkenntnisstand besteht der Verdacht, dass die sichergestellten Waffen manipuliert wurden und dadurch die Eigenschaften scharfer Schusswaffen aufweisen könnten. Aus diesem Grund untersucht nun das Bayerische Landeskriminalamt die betreffenden Waffen sowie die vor Ort gesicherten Spuren.
Die umfangreichen Ermittlungen der Polizei Senden dauern unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen an. Im Fokus stehen dabei sowohl die Serie von Sachbeschädigungen als auch mögliche Verstöße gegen das Waffengesetz.
Zuständig: Polizeistation Senden, Polizeiinspektion Neu-Ulm



