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Neu-Ulm: Zweite Auflage der Reihe „Was zählt?“ mit Erlebnissimulation zu Mut und Verantwortung

Am 8. Oktober lädt die Stadt Neu-Ulm zu einer interaktiven Simulation ein, bei der Teilnehmende als Besatzung eines Generationenschiffs schwierige moralische Entscheidungen treffen müssen.

Die Stadtverwaltung Neu-Ulm setzt ihre Veranstaltungsreihe „Neu-Ulm – Was zählt?“ fort. Am 8. Oktober findet von 18 bis 20:30 Uhr im Haus der Nachhaltigkeit in der Augsburger Straße 23-25 der zweite Teil der Reihe unter dem Titel „Mut & Verantwortung“ statt. Organisiert wird die offene Veranstaltung von der Stabsstelle Interkulturelles Neu-Ulm.

Im Mittelpunkt des Abends steht eine interaktive Erlebnissimulation der Trainerinnen und Trainer Lena Müller und Markus Schönell aus München. Dabei übernehmen die Teilnehmenden gemeinsam Verantwortung für eine außergewöhnliche Entscheidung: Als Besatzung eines Generationenschiffs erreichen sie nach jahrzehntelanger Reise einen scheinbar idealen, bewohnbaren Planeten. Die Entdeckung einer bereits existierenden Zivilisation stellt die Gruppe jedoch vor ein moralisches Dilemma – soll die Besiedlung fortgesetzt oder der ursprüngliche Plan aufgegeben werden? Unter Zeitdruck, mit unvollständigen Informationen und unterschiedlichen Interessen müssen die Teilnehmenden gemeinsam Entscheidungen treffen und deren Konsequenzen abwägen.

„Mut zeigt sich oft nicht darin, dass wir keine Angst haben“, erklärt Trainerin Lena Müller. „Mut zeigt sich dann, wenn wir trotz Unsicherheit Verantwortung übernehmen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Genau diese Erfahrung möchten wir an diesem Abend ermöglichen.“

Auch Moderatorin und Autorin Dana Hoffmann, die die Veranstaltungsreihe konzipiert hat, betont den besonderen Wert des Formats: „Über Verantwortung zu sprechen ist leicht. Verantwortung zu übernehmen fühlt sich ganz anders an. Die Simulation macht genau diesen Unterschied spürbar. Sie zeigt, wie komplex Entscheidungen werden, sobald sie echte Konsequenzen haben. Und wie wichtig es ist, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen.“

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zu der Veranstaltung eingeladen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Reihe „Neu-Ulm – Was zählt?“ der Stabsstelle Interkulturelles Neu-Ulm macht gesellschaftliche Werte durch gemeinsame Erfahrungen erlebbar. Statt abstrakter Vorträge oder Diskussionen stehen interaktive Formate im Mittelpunkt, die zum Mitdenken, Mitmachen und Perspektivwechsel einladen. Werte wie Offenheit, Mut oder Respekt werden dabei nicht erklärt, sondern in konkreten Situationen erfahrbar gemacht. Die Reihe arbeitet bewusst mit unterschiedlichen Formaten – vom moderierten Dialog über Erlebnissimulationen bis hin zu interaktiven Laboren. Ziel ist es, möglichst viele Menschen der Stadtgesellschaft anzusprechen und Räume zu schaffen, in denen demokratische Werte gemeinsam erlebt und reflektiert werden. Den Auftakt der Reihe bildete ein Abend zum Thema „Offenheit & Neugier“.

Am 20. November steht mit „Respekt & Toleranz“ die nächste Veranstaltung der Reihe an. Dabei sammeln die Teilnehmenden konkrete Beispiele aus dem Alltag in Neu-Ulm, in denen unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen – etwa im Straßenverkehr, in der Nachbarschaft oder bei der Nutzung öffentlicher Räume. Gemeinsam soll dabei hinter die alltäglichen Konflikte geblickt werden, um Herausforderungen des Zusammenlebens in einer vielfältigen Stadt zu erkennen und Wege für einen respektvollen und toleranten Umgang miteinander zu finden.

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