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Wertachklinik Bobingen investiert rund eine Million Euro in neue OP-Hygienetechnik

Mit einer komplett neuen Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte schafft die Wertachklinik Bobingen die Grundlage für den weiteren Ausbau der Chirurgie.

Bobingen / Schwabmünchen, 15.09.2026. Wenn über Krankenhäuser gesprochen wird, stehen meist Ärztinnen und Ärzte, das Pflegepersonal oder das Essen im Mittelpunkt. Weniger im Bewusstsein von Patientinnen und Patienten ist dagegen die Hygiene im Operationssaal – dazu gehört auch die fachgerechte Reinigung und Desinfektion der OP-Instrumente, im Fachjargon als Aufbereitung von Medizinprodukten bezeichnet. Die Wertachkliniken haben nun rund eine Million Euro in eine komplett neue Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) am Standort Bobingen investiert.

Mit der neuen AEMP wurden die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Chirurgie geschaffen. „Wir haben hochqualifizierte Ärzte, sowohl im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie als auch in der Unfallchirurgie und in der Endoprothetik. Und mit der Komplexität der Operationen steigt der Bedarf an Instrumenten in unseren vier OP-Sälen in Bobingen“, erklärt Martin Gösele, Vorstand der Wertachkliniken. Er dankte zudem den Kolleginnen und Kollegen der Hessing Klinik: Während des Umbaus habe man die Räumlichkeiten und Gerätschaften der AEMP in Göggingen mitnutzen können. Dies zeige, wie gut die Krankenhäuser der Region mit Blick auf das Allgemeinwohl zusammenarbeiten.

Die bisherigen Geräte konnten die zunehmende Menge an Spezialinstrumenten innerhalb der regulären Arbeitszeit kaum noch bewältigen. Zudem waren sie in die Jahre gekommen und zunehmend störanfällig, sodass einzelne Aufbereitungsprozesse mitunter komplett neu gestartet werden mussten.

„Für meine Kolleginnen und Kollegen hat sich die Arbeitssituation mit den neuen Geräten enorm verbessert“, freut sich Florian Gruber, OP-Leiter der Wertachklinik in Bobingen. Die neuen Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDGs) verfügen über größere Kapazitäten, wodurch die Instrumente schneller aufbereitet werden können und weniger Überstunden anfallen. Zudem arbeiten die Geräte leiser als zuvor.

Als besonderen Vorteil für die Mitarbeitenden in der AEMP nennt die Klinik einen neuen Ruheraum. „Bei der Aufbereitung der Medizinprodukte muss jeder einzelne Schritt zuverlässig funktionieren, denn am Ende geht es um die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten“, erklärt Heidi Niedermayr, Leiterin der AEMP. Die einzelnen Arbeitsschritte erforderten von den Mitarbeitenden ein hohes Maß an Konzentration und Sorgfalt, weshalb ein Rückzugsort in den Pausen wichtig sei.

Die neue AEMP mussten sich die Mitarbeitenden der Abteilung allerdings hart erarbeiten: Drei Monate lang wurde das gesamte OP-Instrumentarium der Wertachklinik Bobingen zur Hessing-Klinik gefahren und dort aufbereitet. Auch die Mitarbeitenden selbst mussten in dieser Zeit pendeln.

„Ich danke meinem Team für die herausragende Einsatzbereitschaft während der Umbauphase und unserem Bautechniker Andreas Lenz, der den Umbau und die Installation hervorragend organisiert hat“, sagt Jeanette Lohrey, Bereichsleiterin High Care. „Wir sind nun mit der Aufbereitung der Medizinprodukte für die Zukunft gut aufgestellt.“

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