Flughafen München hebt 100-Milliliter-Regel für Handgepäck auf
Pünktlich zum Oktoberfest können Fluggäste am Flughafen München ab dem 18. September 2026 Flüssigkeiten ohne Mengenbeschränkung im Handgepäck mitführen.
Am Flughafen München wird die Sicherheitskontrolle künftig komfortabler: Ab dem 18. September 2026 entfällt an sämtlichen Sicherheitskontrollstellen die bisherige 100-Milliliter-Regelung für Flüssigkeiten im Handgepäck. Das teilte der Flughafen München in einer Pressemitteilung (PM 105/2026) vom 14. September 2026 mit. Die Neuregelung tritt damit rechtzeitig vor Beginn des Oktoberfests in Kraft, zu dem zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland über den Flughafen anreisen.
Möglich wird die Erleichterung durch die Umrüstung der Kontrollstellen auf moderne Computertomographen (CT) für die Handgepäckkontrolle. Die neue Technik ermöglicht eine detailliertere Untersuchung des Gepäcks und der darin enthaltenen Flüssigkeiten. Fluggäste müssen Flüssigkeiten und Laptops künftig nicht mehr aus dem Handgepäck auspacken, was den Ablauf der Kontrollen beschleunigen soll.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter bezeichnete die Neuerung als große Erleichterung für Reisende: „Gerade im Vorfeld des Oktoberfests ist das eine erfreuliche Nachricht für die vielen Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland, die über den Flughafen München reisen. Die moderne Kontrolltechnik ermöglicht mehr Komfort für die Fluggäste, höchste Sicherheitsstandards und schnelle Kontrollen.“
Auch Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, äußerte sich zu der Umstellung: „Der Flughafen München steht für Sicherheit, Qualität und ein Reiseerlebnis, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Mit der Ausstattung unserer Sicherheitskontrollen mit modernster CT-Technologie verbinden wir diese Ansprüche: Unsere Passagiere profitieren von mehr Komfort und einem einfacheren Kontrollprozess. Gleichzeitig stärken wir die Leistungsfähigkeit unseres Flughafens und stellen die Weichen für die Zukunft.“
Die Kontrollstellen wurden im laufenden Flugbetrieb schrittweise auf die CT-Technologie umgerüstet. Der Freistaat Bayern investierte dafür insgesamt rund 45 Millionen Euro in die neue Kontrolltechnik. Bereits im Mai hatte der Flughafen Nürnberg als erster deutscher Flughafen die Flüssigkeitenbeschränkung aufgehoben, nun folgt mit München der größte bayerische Flughafen. Am Flughafen Memmingen soll die Umstellung auf CT-Technologie im Rahmen der nächsten Terminalerweiterung erfolgen.
Für Reisende gilt weiterhin: Flüssigkeitsbehälter mit einem Fassungsvermögen von mehr als zwei Litern müssen nach wie vor im aufgegebenen Reisegepäck transportiert werden. Wer Anschlussflüge nutzt, sollte sich zudem vorab über die am jeweiligen Umsteigeflughafen geltenden Bestimmungen informieren, da dort abweichende Regelungen für die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck gelten können.



