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Tag des offenen Denkmals 2026 im Landkreis Günzburg: Museen und historische Orte öffnen ihre Türen

Am 13. September 2026 laden zahlreiche Museen und Baudenkmäler im Landkreis Günzburg zu Führungen, Vorführungen und besonderen Einblicken in die Regionalgeschichte ein.

Am Sonntag, 13. September 2026, findet wieder der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ statt. Auch im Landkreis Günzburg öffnen zahlreiche Museen und historische Gebäude ihre Türen, um Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Baugeschichte und Traditionen der Region zu ermöglichen.

Das Museum der Stadt Burgau ist von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Das Radiomuseum Deisenhausen (Am Grund 8, 86489 Deisenhausen) hat von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und zeigt Meisterwerke sowie Erfindungen aus den 1920er- und 1930er-Jahren. Besucher können mehr über Nikola Tesla, Thomas Alva Edison und Lee de Forest, den Vater der Elektronenröhre, erfahren. Zu sehen sind historische Phonographen, Grammophone und seltene Radiogeräte aus den Anfangstagen des Rundfunks, ergänzt durch Gerätevorführungen und Hörproben.

Das Röhrenmuseum Ellzee ist ebenfalls von 10:00 bis 17:00 Uhr für Einzelbesucher und Gruppen bis zehn Personen geöffnet. Ein Hinweis der Betreiber: Baulich bedingt ist das Museum nur über Treppen und somit nicht barrierefrei erreichbar.

In Ichenhausen bietet Stadtarchivarin Dr. Claudia Madel-Böhringer um 14:00 Uhr eine Führung zu Gebäuden und Plätzen am östlichen Stadtrand an, die einst abseits lagen. Treffpunkt ist in der Günzburger Straße 58, beim Parkplatz des BauAktivBaumarkts. Die ehemalige Synagoge in Ichenhausen ist von 13:30 bis 17:00 Uhr geöffnet, auch die Mikwe, das rituelle Tauchbad im Keller, kann besichtigt werden.

Das Museum im Dorf in Kemnat öffnet von 13:00 bis 17:00 Uhr. Als besondere Attraktion werden dort Fahrten durch das Dorf mit dem sogenannten „Bähnle“ angeboten.

Das Heimat- und Bauernkriegsmuseum Blaue Ente in Leipheim ist von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Im Mittelpunkt stehen erneut die Keller des Museums: Frieder Heinzmann vom Historischen Arbeitskreis führt stündlich von 12:00 bis 16:00 Uhr (ab sechs Personen) durch die unterirdischen Gewölbe zu den Geheimnissen der historischen Bierherstellung. In der Mälzerei gibt es zum Abschluss eine Mostprobe aus hauseigener Produktion. Most und selbstgebrautes Entenbier können Besucher auch in der Gaststube genießen, wo zudem Leberkäs mit Breze serviert wird. Neben der Dauerausstellung ist noch die Sonderausstellung „Eine Geschichte von Schafen und Menschen“ zu sehen, die die Beziehung zwischen Mensch und Tier in Leipheim, das Leben der Schäfer und die wirtschaftliche Nutzung tierischer Produkte thematisiert.

Das Museum Hammerschmiede und Stockerhof Naichen kann von 13:00 bis 17:00 Uhr besichtigt werden. Seit 1925 überträgt eine Turbine in der Schmiede die Wasserkraft auf zwölf Maschinen sowie auf den mit Blattfedern ausgerüsteten Krafthammer. Sofern der Wasserstand es zulässt, wird die historische Turbine am Tag des offenen Denkmals in Betrieb genommen und der originale Krafthammer in Bewegung gesetzt. Besucher können dem Schmied bei der Arbeit am offenen Feuer zusehen. Über der Schmiede ist die im Original erhaltene Wohnung des letzten Schmiedes und seiner Frau aus den 1940er-Jahren zu besichtigen. Im benachbarten, ebenfalls denkmalgeschützten Stockerhof, einem restaurierten Wohnstallhaus von 1839, ist bis 1. November die Sonderausstellung „Der Ruf der Berge. Alphörner & Co.“ zu sehen. Sie zeigt ausgewählte Instrumente aus der Sammlung von Franz Schüssele, der mit mehr als 100 Natur- und Alphörnern eine der weltweit größten Privatsammlungen dieser Blasinstrumente besitzt – darunter ein fast vier Meter langes Schweizer Alphorn, ein tibetisches Dung Cheng und ein australisches Didgeridoo. Um 15:00 Uhr findet eine Familienführung durch die Ausstellung statt, außerdem gibt es Kaffee, Kuchen, Eis und gekühlte Getränke.

Die Kreisheimatstube in Stoffenried gewährt von 14:00 bis 17:00 Uhr Einblicke in fast vergessene regionale Traditionen. Angeboten werden Führungen durch die Sölde sowie Kaffee und Kuchen oder ein Bier aus der Historischen Hausbrauerei.

Die Friedenskapelle in Waldheim, Gemeinde Kammeltal, öffnet von 14:00 bis 16:00 Uhr ihr schmiedeeisernes Doppeltor, damit Besucherinnen und Besucher die künstlerische Innenraumgestaltung aus der Nähe betrachten können. Die Rundkapelle steht auf einem ehemaligen Bombenabwurfgelände mit elf Meter hohen Beobachtungstürmen, von denen einer heute als Glockenturm dient. Wilhelm Baumeister, Vorsitzender des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Behlingen-Ried, steht als Ansprechpartner für Fragen zur Geschichte des Areals und zur Entstehung des Mahnmals zur Verfügung.

Weitere Informationen zum „Tag des offenen Denkmals“ gibt es im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

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