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Schulbeginn 2026: Polizei in Schwaben startet verstärkte Kontrollen für sichere Schulwege

Mit Beginn des neuen Schuljahres verstärkt die Polizei in Schwaben Süd/West ihre Kontrollen rund um Schulen, um Kinder besser vor Verkehrsunfällen zu schützen.

Am Dienstag, 15.09.2026, startet in Bayern das neue Schuljahr. Besonders für die Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt, der auch im Straßenverkehr zahlreiche Herausforderungen mit sich bringt. Der Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg gilt deshalb gerade in den ersten Wochen besondere Aufmerksamkeit.

Vom 15.09.2026 bis einschließlich 02.10.2026 beteiligt sich die Polizei in ganz Bayern erneut an der Aktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“. Auch die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West führen in diesem Zeitraum verstärkte Kontrollen durch, sowohl stationär als auch mobil. Im Mittelpunkt steht dabei die besondere Sicherung der Schulwege vor Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Schulwegunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums auf 60 Fälle gesunken, im Vorjahr waren es noch 70. Bei diesen Unfällen wurden 72 Schülerinnen und Schüler verletzt. Den größten Anteil machten Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren aus, sie waren mit 84,7 Prozent überdurchschnittlich häufig betroffen. Die verunglückten Kinder waren überwiegend mit dem Fahrrad beziehungsweise Pedelec (40,3 Prozent) oder zu Fuß (21,5 Prozent) unterwegs. In 32 Fällen, das entspricht 53,3 Prozent, war das Verhalten der Kinder ursächlich oder mitursächlich für den Unfall. Die meisten Schulwegunfälle ereigneten sich zwischen 07:00 und 08:00 Uhr (45,0 Prozent) sowie mittags zwischen 12:00 und 14:00 Uhr (35,0 Prozent). Erfreulich bleibt laut Polizei, dass es in Bereichen, die durch Schülerlotsinnen und Schülerlotsen oder Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte überwacht beziehungsweise geregelt wurden, erneut zu keinem Unfall kam.

Ergänzend zu den ganzjährig stattfindenden Schulwegkontrollen richten die Dienststellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West während des Aktionszeitraums ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung von Halteverboten und Geschwindigkeitsbeschränkungen im Umfeld von Schulen und Kindergärten. Ebenso kontrollieren die Beamtinnen und Beamten die ordnungsgemäße Sicherung von Kindern in Fahrzeugen sowie die Verkehrssicherheit der Fahrräder junger Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

Zusätzlich finden vom 15.09.2026 bis 18.09.2026 die landesweiten Aktionstage zur Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht statt. Zu Beginn des neuen Schuljahres steht insbesondere die korrekte Nutzung von Sicherungseinrichtungen im Fokus. Eine fehlende oder unzureichende Sicherung von Insassen, insbesondere von Kindern, in Kraftfahrzeugen stellt nach Angaben der Polizei ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und wird von den Beamtinnen und Beamten konsequent geahndet.

Vor Schulen kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, wenn Kinder mit dem Auto unmittelbar vor das Schulgebäude gebracht werden. Unübersichtliche Halte- und Wendemanöver sowie das erhöhte Verkehrsaufkommen führen dazu, dass sogenannte „Eltern-Taxis“ häufig als Belastung wahrgenommen werden. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West appelliert deshalb an die Eltern, ihre Kinder möglichst selbstständig zu Fuß oder in Begleitung zur Schule gehen zu lassen. Ist das Bringen mit dem Auto unvermeidbar, sollten dafür die ausgewiesenen Halte- und Parkbereiche genutzt werden.

Die Polizei gibt zudem folgende Tipps für einen sicheren Schulweg: Eltern sollten den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern üben und dabei nicht den kürzesten, sondern den sichersten Weg wählen. Erwachsene sollten im Straßenverkehr mit gutem Beispiel vorangehen. Wichtig sei zudem helle und gut sichtbare Kleidung, etwa mit Reflektoren, Warnwesten oder Leuchtmitteln. Fahrräder müssten den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung entsprechen, dazu gehören insbesondere eine funktionierende Beleuchtung, Bremsen und Reflektoren. Die Polizei rät außerdem, möglichst auf Autofahrten zur Schule zu verzichten, damit Kinder eigene Erfahrungen sammeln können, um sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.

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