Aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis GünzburgRegionalnachrichten

KI-Hackathon am Dossenberger-Gymnasium Günzburg: Schüler entwickeln digitale Produktberatung

Beim ersten KI-Hackathon des Dossenberger-Gymnasiums Günzburg entwickelten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der MUNK Group innovative Ansätze für eine KI-gestützte Produktberatung.

Künstliche Intelligenz ist längst keine Zukunftsmusik mehr – das haben Schülerinnen und Schüler des Dossenberger-Gymnasiums Günzburg bei einem KI-Hackathon eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Jugendlichen entwickelten innovative Lösungen für eine KI-gestützte digitale Produktberatung der MUNK Group. Landrat Hans Reichhart, Schulamtsdirektor Thomas Schulze und Ferdinand Munk, Geschäftsführer der MUNK Group, zeigten sich vor Ort begeistert von den kreativen Ansätzen und dem Engagement der Teilnehmenden.

Im Rahmen des Pilotprojekts, das gemeinsam vom Landratsamt Günzburg, der MUNK Group, dem Dossenberger-Gymnasium sowie dem israelischen Innovationsprogramm FutureWize umgesetzt wird, arbeiteten die Jugendlichen in Teams an einem Proof of Concept für eine intelligente Produktberatung. Ziel war es, Nutzern anhand von Fotos oder kurzen Beschreibungen passende Produkte – etwa Steigtechnik für Balkonarbeiten – vorzuschlagen. Die Schülerinnen und Schüler setzten dabei nicht nur ihr technisches Know-how ein, sondern bewiesen auch unternehmerisches Denken und Teamgeist. Unterstützt wurden sie von Georg Ruß, der das Projekt am Dossenberger-Gymnasium betreut, sowie von zwei Vertretern von FutureWize, die eigens nach Günzburg gekommen waren.

„Die Ergebnisse haben uns alle beeindruckt“, sagte Ferdinand Munk. „Die Jugendlichen haben gezeigt, wie viel Potenzial in ihnen steckt – und wie gewinnbringend die Verbindung von Schule, Wirtschaft und innovativen Lernformaten sein kann.“ Besonders lobte er die Eigenständigkeit, Kreativität und Professionalität der Präsentationen.

Um das Engagement der Schülerinnen und Schüler zu würdigen, lobte die MUNK Group einen Präsentationswettbewerb mit Preisgeldern aus. Die Teams erhalten die Chance, ihre Projekte in den kommenden Wochen zu überarbeiten und vor einem Führungskreis zu präsentieren. Die Preisgelder in Höhe von 600, 500, 400, 300, 200 und 100 Euro sollen möglichst viele Teams auszeichnen. Über die Verwendung der Gelder – etwa für eine Klassenfahrt oder ein gemeinsames Projekt – entscheiden die Schülerinnen und Schüler selbst.

Das Projekt gilt als wichtiger Baustein für die Stärkung der Innovationskraft im Landkreis Günzburg. „Wir bringen junge Menschen frühzeitig mit Zukunftstechnologien in Berührung und zeigen ihnen, dass sie selbst Lösungen entwickeln können“, sagte Daniel Kramer vom Landratsamt Günzburg. Langfristig soll ein regionales Netzwerk aus Schulen, Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung entstehen, um ähnliche Projekte auszubauen.

Ferdinand Munk unterstrich die Bedeutung solcher Formate für die berufliche Zukunft der Jugendlichen: „Wer bereits in der Schule eigene Ideen entwickelt und präsentiert, sammelt wertvolle Erfahrungen für Ausbildung und Beruf.“ Gleichzeitig ermutigte er die Schülerinnen und Schüler, offen für neue Technologien zu bleiben – denn Lernen sei ein lebenslanger Prozess.

Der Erfolg des Hackathons bestärkt alle Beteiligten darin, das Projekt fortzuführen. Geplant sind vertiefende Workshops mit dem Technologietransferzentrum (TTZ) sowie erweiterte Kooperationen mit weiteren Unternehmen im Landkreis. „Dieses Pilotprojekt ist erst der Anfang“, so Landrat Hans Reichhart. „Wir wollen junge Menschen für Zukunftstechnologien begeistern und ihnen gleichzeitig zeigen, welche Chancen unsere Region bietet.“

Ähnliche Artikel

Werbeblock erkannt

Sie können untere Nachrichten und Meldungen nur mit deaktiviertem Webeblocker lesen. Wir stellen unsere Meldungen für sie kostenfrei zur Verfügung, dann ist es nur fair, wenn wir mit Werbung uns versuchen, zu finanzieren.