Olympiabewerbung München: Bayerisches Kabinett zieht vor DOSB-Entscheidung Bilanz zur Sportpolitik
Vor der entscheidenden Abstimmung des Deutschen Olympischen Sportbundes am 26. September 2026 hat sich das Bayerische Kabinett mit der Olympiabewerbung Münchens und der bayerischen Sportförderung befasst.
Das Bayerische Kabinett hat sich in seiner jüngsten Sitzung schwerpunktmäßig mit dem Thema Sport beschäftigt. Im Mittelpunkt stand dabei die Bewerbung der Landeshauptstadt München um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele. Daneben ging es um die staatliche Sportförderung sowie um zahlreiche internationale Sportgroßereignisse, die in den kommenden Jahren in Bayern stattfinden sollen.
Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann bezeichnete die Münchner Olympiabewerbung als „einmalige Chance – für das Sportland Bayern, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für die internationale Wahrnehmung und für die positive Weiterentwicklung unseres Landes“. Olympische Spiele würden Menschen begeistern, Generationen verbinden und nachhaltige positive Impulse setzen – vom Breiten- und Leistungssport über das Ehrenamt bis hin zur Wirtschaft und dem Ausbau der Infrastruktur.
Nach Angaben Herrmanns geht der Auswahlprozess für den deutschen Olympiabewerbungsstandort nun in die entscheidende Phase. Am 26. September 2026 entscheidet die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Baden-Baden darüber, welcher Standort sich national bewerben wird. Der Minister verwies auf besondere Alleinstellungsmerkmale des Münchner Konzepts: Das sogenannte „One-Village-Konzept“ werde durch das lebendig gehaltene olympische Erbe von 1972 bestens umgesetzt. Das Konzept stehe für kurze Wege und kurze Reisezeiten und stelle die Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt. Herzstück sei der weltberühmte Olympiapark, der als kompaktes und nachhaltiges Bewerbungskonzept diene.
München könne dabei auf weitgehend vorhandene olympische Sportstätten zurückgreifen, die seit über 50 Jahren durchgehend im Sport- und Wettkampfbetrieb seien, so Herrmann. Der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt seien zudem Garanten für höchste Sicherheit, Wirtschaftskraft, Kompetenz und Standortstärke. Als Beleg nannte der Minister vergangene Großveranstaltungen wie die European Championships 2022, verschiedene NFL-Spiele sowie das Champions-League-Finale 2025 in München. Auch aktuell und in den kommenden Jahren reihe sich ein internationales Sportereignis in München und Bayern an das nächste.
Herrmann hob zudem die sportpolitischen Rahmenbedingungen im Freistaat hervor. Mit dem Bayerischen Sportgesetz habe man frühzeitig ein klares Bekenntnis zum Sport als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe abgegeben. Der Freistaat unterstütze seine Sportvereine und -verbände seit Jahren mit einer verlässlichen und stetig gewachsenen Sportförderung. Die Mittel für den Breiten- und Nachwuchsleistungssport befänden sich aktuell auf einem neuen Rekordniveau: Seit 2018 sei der Gesamtansatz bei der Sportförderung von knapp 57 Millionen Euro auf inzwischen dauerhaft mehr als 100 Millionen Euro jährlich gestiegen – eine nahezu Verdoppelung innerhalb von acht Jahren. Darüber hinaus wachse auch die Zahl der Vereinsmitglieder sowie der eingesetzten Trainer- und Übungsleiterlizenzen weiter an. Man werde die staatliche Sportförderung in Bayern konsequent fortschreiben, kündigte der Minister an.



