Bayern stärkt Sportförderung und unterstützt Münchens Olympia-Bewerbung
Der Freistaat Bayern erhöht die Sportförderung auf ein Rekordniveau, weitet den Schulsport aus und untermauert damit die Bewerbung Münchens um Olympische und Paralympische Spiele.
Der Sport-Standort Bayern steht nach eigenen Angaben vor einer entscheidenden Phase. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt mit der Bewerbung der Landeshauptstadt München um Olympische und Paralympische Spiele die Bedeutung und Nachhaltigkeit des Sports in München und Bayern auf allen Ebenen. Parallel erhalten die bayerischen Sportvereine mit der aktuellen Sportförderung die höchsten jemals dauerhaft angesetzten Fördermittel. Zusätzlich soll der Schulsport ab dem Schuljahr 2027/28 bereits ab der ersten Klasse aufgewertet werden.
Stadt und Land stehen nach eigener Darstellung geschlossen hinter dem aktuellen Bewerbungskonzept der Landeshauptstadt München. Über Parteigrenzen und Zuständigkeiten hinweg demonstrierten Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Bayerns Sportminister Joachim Herrmann und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause Einigkeit und Zuversicht. Jörg Ammon, Präsident des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV), war als geladener Gast bei der Kabinettssitzung anwesend. Die Staatsregierung dankte dem BLSV ausdrücklich für dessen Engagement im Kinder- und Jugendsport, im Breitensport sowie im Leistungs- und Spitzensport, der mit mehr als 5 Millionen Mitgliedschaften in bayerischen Sportvereinen verbunden ist.
Von einer möglichen Bewerbung um Olympische Spiele – zunächst national, später international vor dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) – soll die gesamte Gesellschaft profitieren, wirtschaftlich wie sportlich. Der Freistaat gibt an, seine Sportstätten laufend auf modernstem technischen Stand für internationale Großveranstaltungen zu halten. In drei Jahren findet das Internationale Deutsche Turnfest in München statt, zu dem rund 100.000 aktive Sportlerinnen und Sportler sowie bis zu 800.000 Besucherinnen und Besucher erwartet werden. Die Stadt Nürnberg hat zudem Interesse an einer Bewerbung um die zuletzt in Hannover ausgetragenen „Finals“ bekundet. Der Freistaat Bayern hat bereits zugesichert, im Falle einer positiven Entscheidung für Nürnberg 50 Prozent beziehungsweise bis zu 5 Millionen Euro der Kosten zu übernehmen.
Darüber hinaus bewirbt sich der Sport-Standort Bayern derzeit um fast zehn weitere international bedeutende Sportgroßveranstaltungen. Sowohl Sommer- als auch Wintersportevents sollen künftig verstärkt in Bayern gefördert und ausgetragen werden. Nach eigenen Angaben belegt Bayern weltweit Platz sieben unter den bedeutendsten Sportaustragungsorten und liegt damit deutlich vor anderen deutschen Standorten.
BLSV-Präsident Jörg Ammon zieht eine positive Bilanz: Mit rund 5,7 Millionen Mitgliedschaften in 16.000 Sport- und Schützenvereinen und einem Angebot von über 375 Sportarten im organisierten Sport zeige sich die hohe gesellschaftliche Akzeptanz des Sports. Rund jeder dritte Einwohner Bayerns sei Mitglied in einem Sportverein. Die Münchner Referendumszahlen vom 26. Oktober vergangenen Jahres würden zudem die Sportaffinität und Weltoffenheit der Münchnerinnen und Münchner belegen. Ammon bedankte sich bei der Staatsregierung für die jährliche Sportfördersumme von aktuell über 100 Millionen Euro, die er als nachhaltige Investition in Gesellschaft und Gesundheit über alle Generationen hinweg bezeichnete.
Auch der Schulsport soll auf eine neue Basis gestellt werden. Mit dem im Dezember vergangenen Jahres in Kraft getretenen Bayerischen Sportgesetz unterstreicht die Staatsregierung die hohe Priorität von Sport und Bewegung. Der BLSV und seine Bayerische Sportjugend (BSJ) begrüßen die Kabinettsentscheidungen, insbesondere die Wiedereinführung der dritten Schulsportstunde ab der ersten Klasse zum Schuljahr 2027/28. Bislang war diese dritte Sportstunde ausschließlich den rund 400 bayerischen Sportgrundschulen vorbehalten.
Michael Weiß, Vorsitzender der Bayerischen Sportjugend im BLSV, begrüßt die Ausweitung des Sportunterrichts an Grundschulen. Kinder im Grundschulalter benötigten viel Bewegung als Ausgleich zu oft bewegungsarmen Schulalltagen, da körperliche Aktivität nachweislich das Lernvermögen steigere und den kindlichen Bewegungsapparat stärke. Zugleich lege man damit einen Grundstein zur frühzeitigen Talentsichtung und -entwicklung. Angedacht ist zudem, die Schwimmfähigkeit von Schülerinnen und Schülern künftig im Grundschulzeugnis nachzuweisen.
Mit dem Münchner Konzept zur Olympia-Bewerbung, der Bewerbung um zahlreiche internationale Sportgroßveranstaltungen, der über 100 Millionen Euro schweren Sportförderung sowie der Erweiterung des Schulsportangebots sieht der Freistaat Bayern die Grundlage für die Nachhaltigkeit und Einzigartigkeit des Sport-Standorts Bayern gestärkt.



