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Landkreis Oberallgäu erhält fast 5,5 Millionen Euro Förderung für Ausbau der Kreisstraßen OA 6 und OA 32

Der Freistaat Bayern unterstützt den Ausbau zweier Kreisstraßen im Oberallgäu mit umfangreichen Fördermitteln, um Verkehrssicherheit und Radwegeanbindung zu verbessern.

Der Landkreis Oberallgäu saniert und baut in den kommenden Jahren zwei wichtige Kreisstraßen aus: die OA 6 zwischen der Sulzberger Steige und der Wiessäge sowie die OA 32 zwischen Binzen und Legau. Für beide Vorhaben stellt der Freistaat Bayern nun Fördermittel in Höhe von insgesamt fast 5,5 Millionen Euro bereit, wie Verkehrsminister Christian Bernreiter mitteilte. „Investitionen in die Infrastruktur sind wichtig für ein starkes Bayern. Die Menschen sind auf zuverlässige, sichere Straßen angewiesen. Das gilt besonders für den ländlichen Raum! Deshalb nehmen wir gerne Geld in die Hand und fördern den Ausbau der beiden Kreisstraßen mit insgesamt fast 5,5 Millionen Euro“, erklärte Bernreiter.

Die Kreisstraße OA 6 gilt als verkehrswichtige Zubringerstraße zum überörtlichen Verkehrsnetz und wird täglich von rund 4.700 Fahrzeugen genutzt. Bislang gibt es innerorts lediglich einen Gehweg, während der Radverkehr gemeinsam mit dem motorisierten Verkehr auf der steilen Straße geführt wird. Außerorts fehlt bislang eine getrennte Führung für Fußgänger und Radfahrer abseits der Fahrbahn. Zudem weist die Straße erhebliche bauliche Schäden auf. Im Rahmen der Maßnahme wird die Strecke auf einer Länge von rund 770 Metern ausgebaut und auf mindestens sechs Meter verbreitert. Außerorts entsteht erstmals ein 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg, innerorts wird die Situation für Radfahrende deutlich verbessert. Zusätzlich werden im Zuge der Bauarbeiten zwei Bushaltestellen barrierefrei umgebaut sowie zwei Querungshilfen nachgerüstet. Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben belaufen sich auf 3,759 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern übernimmt davon rund 1,83 Millionen Euro im Rahmen einer Förderung nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz sowie dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz.

Die Kreisstraße OA 32 verbindet den Landkreis Oberallgäu mit dem Landkreis Unterallgäu und weist ebenfalls zahlreiche Mängel auf. Neben dem baulichen Zustand ist vor allem die geringe Fahrbahnbreite von etwa fünf Metern problematisch. Der Ausbaubereich ist zudem durch mehrere unübersichtliche Engstellen infolge unmittelbarer Bebauung geprägt, weshalb die Geschwindigkeit außerorts derzeit auf 30 km/h begrenzt ist, um einen sicheren Begegnungsverkehr zu gewährleisten. Der geplante Ausbau mit einem Kostenvolumen von 6,353 Millionen Euro soll auf einer Länge von 2,7 Kilometern den ungünstigen Straßenaufbau, die engen Kurvenradien sowie die geringe Fahrbahnbreite verbessern. Die Straße wird ebenfalls auf sechs Meter verbreitert, was nach Einschätzung des Verkehrsministeriums die Verkehrssicherheit deutlich erhöht. Der Freistaat fördert dieses Vorhaben mit rund 3,65 Millionen Euro, ebenfalls über das Bayerische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz sowie das Bayerische Finanzausgleichsgesetz.

Landkreise, Städte und Gemeinden in Bayern erhalten laut Verkehrsministerium jährlich insgesamt rund 250 Millionen Euro vom Freistaat für Projekte zur Verbesserung ihrer Straßennetze. Gefördert werden dabei unter anderem die Verstärkung von Fahrbahnen und Brücken, der Radwegebau, der verkehrssichere Umbau von Kreuzungen sowie der Bau von Busspuren.

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