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Heizungstausch in Bayern: Förderung sinkt schrittweise – frühzeitige Planung empfohlen

Die Verbraucherzentrale Bayern rät Eigentümerinnen und Eigentümern, den Austausch alter Öl- oder Gasheizungen bald anzugehen, da die staatlichen Zuschüsse für klimafreundliche Heizsysteme künftig schrittweise sinken.

Wer seine alte Öl- oder Gasheizung ersetzen möchte, sollte nicht mehr allzu lange warten. Zwar fördert der Staat auch künftig mit erneuerbaren Energien betriebene Heizungen wie Wärmepumpen und Pellet-Heizungen, die Zuschüsse werden in den kommenden Jahren jedoch schrittweise reduziert. Die Verbraucherzentrale Bayern rät Eigentümerinnen und Eigentümern deshalb, den Heizungstausch frühzeitig zu planen.

„Viele Hauseigentümer fragen sich, ob sie ihre Heizung jetzt austauschen oder noch abwarten sollen. Wer die Entscheidung aufschiebt, riskiert niedrigere Zuschüsse und verpasst möglicherweise attraktive Förderbedingungen“, sagt Sigrid Goldbrunner, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Wer eine klimafreundliche Heizung wie eine Wärmepumpe einbaut, erhält derzeit eine Grundförderung von 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Unter bestimmten Voraussetzungen kommen weitere Zuschüsse hinzu. Die Bundesregierung will die Förderung in den kommenden Jahren schrittweise verringern. Erste Kürzungen gelten bereits: So beträgt der sogenannte „Klima-Geschwindigkeitsbonus“ seit dem 21. Juli nur noch 16 Prozent statt zuvor 20 Prozent. Alle sechs Monate sinkt dieser Bonus jeweils um weitere vier Prozentpunkte. Auch andere Zuschüsse sind bereits weggefallen, darunter der Effizienzbonus für Wärmepumpen und der Zuschlag für besonders emissionsarme Biomasseheizungen. Eine frühzeitige Planung zahlt sich deshalb besonders aus.

Zu den Gewinnern der neuen Förderregelungen zählen Familien mit minderjährigen Kindern. Durch Änderungen beim Einkommensbonus können diese Haushalte leichter eine höhere Förderung erhalten.

Die Verbraucherzentrale Bayern berät bei der Wahl des passenden Heizsystems und informiert über aktuelle Fördermöglichkeiten. Verbraucher können außerdem Angebote für Wärmepumpen kostenlos und unabhängig prüfen lassen. Die Experten achten dabei unter anderem auf Kosten, Größe und Leistung der Anlage sowie auf mögliche Zuschüsse. Weitere Informationen sind zu finden unter verbraucherzentrale.bayern/waermepumpen-check.

Wer noch Fragen hat, kann sich außerdem beim kostenlosen Online-Vortrag „Sanierung und Heizung − Förderlandschaft im Überblick“ am 7. September um 19 Uhr informieren. Weitere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung gibt es unter verbraucherzentrale.bayern/veranstaltungen.

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