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Flussmeisterstelle Günzburg: Haushaltsausschuss genehmigt 21,1 Millionen Euro für Neubau

Der Neubau soll im dritten Quartal 2027 beginnen und den Hochwasserschutz in den Landkreisen Günzburg, Neu-Ulm und Teilen von Dillingen stärken.

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat am 14. Oktober 2026 die Gesamtkosten von 21,095 Millionen Euro für den Neubau der Flussmeisterstelle Günzburg genehmigt. Das teilt die zuständige Landtagsabgeordnete Jenny Schack mit.

Zugleich wurde der bisherige Planungstitel in einen Bautitel umgewandelt. Damit ist die haushaltsrechtliche Grundlage geschaffen, um das Vorhaben umzusetzen. Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen, die Fertigstellung für das vierte Quartal 2029.

„Hochwasserschutz ist für mich ein zentrales Anliegen, das ich vor Ort und im Landtag intensiv weiterverfolge. Eine leistungsfähige Flussmeisterstelle in Günzburg ist dafür ein wichtiger Baustein. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir heute im Haushaltsausschuss die Mittel für den Neubau freigeben konnten“, sagt die Landtagsabgeordnete Jenny Schack.

Die Flussmeisterstelle ist für die Pflege und Unterhaltung staatlicher Gewässer sowie den Betrieb und Unterhalt staatlicher Hochwasserschutzanlagen in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm sowie in Teilen des Landkreises Dillingen zuständig. Mit den Hochwasserschutzmaßnahmen an der schwäbischen Donau und der Mindel wachsen ihre Aufgaben und der Personalbedarf.

Die bestehenden Gebäude sind überwiegend in schlechtem Zustand und nur eingeschränkt nutzbar. Insbesondere bei Arbeitssicherheit, Brandschutz und Energiestandard bestehen erhebliche Mängel. Der Neubau schafft zeitgemäße Arbeitsbedingungen und ausreichend Platz für Fahrzeuge, Geräte und Hochwasserausrüstung.

Geplant sind ein Bürogebäude mit Sozial- und Besprechungsräumen sowie ein Hallengebäude mit Werkstätten, Lagerflächen und Garagen. Auch die bislang in Krumbach untergebrachten Beschäftigten des Wasserwirtschaftsamts Donauwörth sollen am Standort zusammengeführt werden. So bleibt die Wasserwirtschaftsverwaltung in der Region präsent, und Arbeitsabläufe können besser gebündelt werden.

Damit die Flussmeisterstelle auch bei extremem Hochwasser einsatzfähig bleibt, werden die Gebäude, die Zufahrt und der Innenhof entsprechend erhöht. Eine Notstromversorgung sichert den Betrieb zusätzlich ab. Vorgesehen sind außerdem eine Holz-Hybridbauweise, eine Wärmepumpe und eine große Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher.

Die genehmigten Gesamtkosten von 21,095 Millionen Euro enthalten eine Risikovorsorge und die Kosten für die vorübergehende Auslagerung während der Bauzeit. Sie beruhen auf dem Baupreisstand des ersten Quartals 2026. Zusätzlich weist die Planung bis zur vorgesehenen Fertigstellung erwartete Baupreissteigerungen von rund 1,98 Millionen Euro aus.

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