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Coburg: 67-Jähriger übergibt Brot statt Kaution – Geldabholerin festgenommen

Ein Laib Brot in einer Tasche statt mehr als 30.000 Euro Bargeld: So endete in Coburg die Geldübergabe an eine mutmaßliche Abholerin falscher Polizeibeamter.

Ein 67-jähriger Coburger hat am Dienstagnachmittag einen Betrugsversuch mit falschen Polizeibeamten durchschaut. Bei der vereinbarten Geldübergabe nahmen Einsatzkräfte eine 23-jährige Abholerin fest. Sie befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Gegen 14.15 Uhr erhielt der Mann einen Anruf einer vermeintlichen Polizeibeamtin. Diese behauptete, die Tochter des 67-Jährigen habe einen Verkehrsunfall verursacht. Zur Abwendung einer drohenden Haftstrafe müsse eine Kaution in Höhe von über 30.000 Euro übergeben werden.

Der 67-Jährige durchschaute die Betrugsmasche und hielt die Täter weiter am Telefon, während seine Ehefrau die Polizei verständigte. Schließlich vereinbarte er mit den Betrügern eine Geldübergabe im Bereich der Poststraße.

Dort erschien wenig später eine Frau, um das Bargeld entgegenzunehmen. Statt des geforderten Geldes übergab ihr der findige Coburger jedoch eine Tasche, in der sich nur ein Laib Brot befand. Polizeikräfte waren zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort und nahmen die 23-jährige Polin unmittelbar nach der Übergabe fest.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg wurde die Tatverdächtige am Mittwoch einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Kronach vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Die 23-Jährige befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Coburg unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Coburg.

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