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Bayerische Sportvereine erreichen erstmals mehr als 5,1 Millionen Mitgliedschaften

Der Bayerische Landes-Sportverband meldet einen neuen Höchststand und führt ihn unter anderem auf Olympia-Pläne und ein verändertes Lebensgefühl zurück.

Die bayerischen Sportvereine haben erstmals die Marke von 5,1 Millionen Mitgliedschaften überschritten. Das teilte der Bayerische Landes-Sportverband e.V. (BLSV) mit. Die Zahl bezieht sich auf die rund 11.500 Mitgliedsvereine des BLSV. Die Rekordjagd setze sich damit fort, heißt es.

Es sei noch nicht ganz ein Jahr her, dass der BLSV den bis dahin höchsten Mitgliedsstand aller Zeiten verkündet hatte. Nun werde erstmals die „Schallmauer“ von 5,1 Millionen Mitgliedschaften durchbrochen. Eine Stagnation oder gar eine Trendwende sei laut BLSV nicht in Sicht.

„Das Mitgliederwachstum des bayerischen Sports setzt sich ungebremst fort. Noch vor knapp fünf Jahren, während der Corona Pandemie hatten die bayerischen Sportvereine mit einem hohen Mitgliederverlust zu kämpfen. Jetzt, nur einige Jahre später, freuen wir uns über mehr als 700.000 neue, aktive Sportlerinnen und Sportler in den Vereinen! Der Lifestyle und das Mindset der Bevölkerung haben sich grundlegend gewandelt hin zu einem bewussten, gesunden und aktiven Leben. Dabei spielen die Sportvereine eine Schlüsselrolle als Motor unserer Gesellschaft!“, sagte BLSV-Präsident Jörg Ammon mit Blick auf die neuesten Zahlen und Fakten.

Als Gründe für den Zulauf nennt der Verband das gesteigerte Lebensgefühl nach der Pandemie sowie die flächendeckende Kommunikation über mögliche Olympische und Paralympische Spiele in München für Deutschland. Beides seien enorme Zugpferde für den organisierten bayerischen Sport.

Mitunter größter Gewinner beim Mitgliederzulauf ist laut BLSV der Kinder- und Jugendsport. Er legte in den vergangenen gut drei Jahren um über 10 Prozent zu. Über 2,2 Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahren sind aktuell in Bayerns Sportvereinen aktiv. Die Rückkehr zur 3. Sportstunde in allen 1. Klassen ab dem Schuljahr 2027/28 in Bayern sei dabei genau der richtige Weg.

Den größten Anteil des organisierten Sports macht weiterhin der Breiten- und Gesundheitssport aus. Rund 2,9 Millionen Sportlerinnen und Sportler sind hier aktiv. Erfreulich sei das Gesamtbild, denn über alle Altersgruppen hinweg vermelden die Vereine wachsenden Zulauf, angeführt von der Gruppe der 40- bis 59-Jährigen.

„Die aktuellen Zahlen aus den Sportvereinen sind hoch erfreulich. Sie zeigen auch, dass eine weitere Stärkung durch Investitionen in den Sport direkt bei den Menschen ankommen: Die Menschen in Bayern wollen Sport machen und das ist gut so. Sport, Bewegung und eine gesunde Lebensweise sind für die Menschen, nicht nur in Bayern, essenziell! Hier braucht es weitere Unterstützung im Hinblick auf Sportstätten, wie Sporthallen und Schwimmbäder. Darüber hinaus lebt der bayerische Sport vom ehrenamtlichen Engagement in den Sportvereinen: Hier sind wir für jede helfende Hand in den Sportvereinen dankbar. Wenn wir uns für die Olympischen und Paralympischen Spiele bewerben, müssen wir jetzt den Grundstein dafür mit grundlegenden Investitionen in den bayerischen Sport legen und diesen fit machen für zukünftige Generationen – unsere Olympia- und Paralympiasiegerinnen und -sieger von morgen sind die Schülerinnen und Schüler von heute“, appellierte der BLSV-Präsident. Er forderte, die aktuellen Zahlen und ihre Tragweite entsprechend zu interpretieren.

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