Herrmann in Augsburg: Religionsgemeinschaften sollen Vorbild für Verständigung und gesellschaftlichen Frieden sein
Bei der Regionalkonferenz des Bayerischen Bündnisses für Toleranz hob Innenminister Joachim Herrmann die Rolle des interreligiösen Dialogs hervor und kündigte ein weiteres Treffen im November an.
Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann hat bei der Regionalkonferenz des Bayerischen Bündnisses für Toleranz in Augsburg die Bedeutung des Austauschs zwischen den Religionsgemeinschaften betont. Die Mitteilung des Ministeriums (PM 364/2026) datiert vom 26.10.2026, die Sperrfrist lief bis 18:00 Uhr. „Mit diesem Treffen setzen wir einen wichtigen Impuls und zeigen: Die Religionsgemeinschaften gehen voran für mehr Verständigung, für einen starken Beitrag zur Integration und damit zum gesellschaftlichen Frieden“, sagte Herrmann.
Der Minister hob hervor, dass Millionen Menschen in Deutschland jeden Tag ihren Glauben leben, Kirchen, Synagogen und Moscheen besuchen, religiöse Feste feiern und in ihren Familien die Werte ihres Glaubens vorleben. „Religion ist für unzählige Menschen in unserem Land Halt, Orientierung und ein zentraler Teil des Lebens. Darum sind für mich die Religionsgemeinschaften gerade jetzt in Zeiten der zunehmenden Polarisierung gefragt. Im Miteinander und im gelingenden Dialog können wir gemeinsam ein Vorbild sein“, so Herrmann.
Laut Herrmann seien der Dialog miteinander, der Austausch auf Augenhöhe und die Begegnung das beste Mittel gegen Ressentiments und Hass. „Der interreligiöse Dialog leistet einen außerordentlich wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das friedliche Zusammenleben. Und darum betone ich: Demokratie braucht Religion! In wertschätzender Atmosphäre fördern wir gegenseitiges Wissen, Verständnis, Toleranz und gesellschaftliche Teilhabe – und damit auch die Integration von neuzugewanderten Menschen“, sagte der Minister.
Deshalb lade er auch im November zum dritten Treffen des Dialogforums Religion und Integration in Bayern ein. Das Forum bringt Vertreter von Religionsgemeinschaften, Hochschulen, Institutionen des interreligiösen Dialogs sowie Verwaltung und Politik in Bayern zusammen und ermöglicht einen konstruktiven Dialog auf Augenhöhe. Im April 2026 wurde die gemeinsame Arbeit am guten Zusammenleben auf der Basis gemeinsamer Werte in einer „Gemeinsamen Erklärung“ festgehalten.



