Falsche Handwerker in Obermenzing: Versuchter Trickdiebstahl bei 80-Jähriger
Unter dem Vorwand einer Überprüfung im Badezimmer verschaffte sich ein Unbekannter Zutritt zur Wohnung einer Seniorin – ein zweiter Mann kam hinzu.
Am Montag, 12.10.2026, gegen 11:00 Uhr, klingelte in Obermenzing ein bislang unbekannter Mann an der Wohnung einer 80-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München. Unter dem Vorwand, im Badezimmer etwas überprüfen zu müssen, verschaffte er sich Zutritt zu der Wohnung.
Während sich die 80-Jährige mit dem Mann im Badezimmer befand, gelangte ein zweiter bislang unbekannter Täter in die Wohnung. Als die Frau misstrauisch wurde und das Badezimmer verließ, bemerkte sie den zweiten Mann, der daraufhin aus der Wohnung flüchtete. Auch der erste Täter verließ anschließend fluchtartig die Wohnung.
Die Seniorin verständigte wenig später die Polizei. Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung im Nahbereich erbrachte keine neuen Erkenntnisse zu den beiden Tätern. Nach derzeitigem Stand wurde nichts entwendet. Das Kommissariat 55 des Polizeipräsidiums München hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Einer der Täter wurde wie folgt beschrieben: männlich, ca. 25 Jahre alt, ca. 170 cm groß, gut gekleidet, helle Jeans und dunkle Jacke.
Zeugenaufruf: Wer hat im fraglichen Zeitraum im Bereich der Sarasatestraße, Paganinistraße und Packenreiterstraße in Obermenzing verdächtige Wahrnehmungen gemacht oder kann Angaben zu den beiden Tätern machen? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, unter der Telefonnummer 089 2910-0 oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis der Münchner Polizei: Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser, Sanitärinstallateure oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, etwa behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Betroffene zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken überprüfen lassen, ob die Behauptungen der Wahrheit entsprechen.
Die Polizei betont: Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit. Ein berechtigter Handwerker werde für Nachfragen stets Verständnis haben.



