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Herrmann zieht Bilanz: Demonstrationen am 31. Oktober in Bayern weitgehend friedlich

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lobt den Einsatz der Bayerischen Polizei bei Demonstrationen, Halloween-Feiern und Bundesligaspitzenspiel und verurteilt zugleich die Ausschreitungen in Frankfurt scharf.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat nach den Demonstrationen am 31. Oktober Bilanz gezogen (Mitteilung vom 1. November 2026). Die Demonstrationen der Initiative „Gen Z regelt“, die für diesen Tag bundesweit zu Protesten aufgerufen hatte, seien in Bayern weitgehend friedlich verlaufen. Die Bayerische Polizei habe mit ihrer Einsatztaktik gewaltsame Ausschreitungen schon im Ansatz unterbunden. Die Ausschreitungen in Frankfurt verurteilte Herrmann scharf.

Herrmann sagte: „Die Bayerische Polizei hat mit ihrer klugen und vorausschauenden Einsatztaktik Ansätze von gewaltsamen Ausschreitungen wie auf dem Nürnberger Kornmarkt schnell unterbunden. Sie hat die Balance, auf der einen Seite das grundgesetzlich garantierte Recht auf Versammlungsfreiheit zu schützen, und auf der anderen Seite die Eskalation von Gewalt konsequent zu verhindern, hervorragend hinbekommen. Ich bedanke mich bei allen friedlichen Demonstranten. Ich danke besonders aber auch den vielen tausend Polizisten, die gestern im Einsatz waren. Sie haben dafür gesorgt, dass wir in Bayern diesen Großeinsatz mit Demonstrationen, Halloween-Feiern und Bundesligaspitzenspiel gut überstanden haben.“

Zu den massiven Ausschreitungen in Frankfurt sagte der Innenminister: „Offensichtlich haben gewaltbereite linksextremistische Gruppen und jugendliche Chaoten sich die Proteste in Frankreich als Vorbild für Krawalle und Plünderungen genommen. Das ist völlig inakzeptabel und darf in unseren Städten keinen Platz haben.“

Nach Herrmanns Worten müsse dringend politisch aufgearbeitet werden, wer dieser „toxischen Mischung aus Linksextremisten und vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund“ den Boden für diese Gewaltexzesse bereite. Er erklärte: „Die Ursache für diesen Hass, für diese aggressive Wut auf die Polizei und alles, was den Staat repräsentiert, darf uns nicht kalt lassen.“ Für die in drei Wochen angekündigten erneuten Demonstrationen kündigte Herrmann an, dass die Polizei auch dann wieder konsequent alles daransetzen werde, Gewalt gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Auch für das Geschehen in der Halloween-Nacht zog Herrmann eine insgesamt vergleichsweise ruhige Bilanz. Die Bayerische Polizei war bayernweit im Zusammenhang mit Halloween rund 1.300 Mal im Einsatz, bei 550 dieser Einsätze war Ruhestörung der Anlass. Zahlreiche Einsätze standen im Zusammenhang mit dem unerlaubten Abbrennen von Böllern und Feuerwerkskörpern. In mehreren Fällen wurden der Polizei spitze Metallgegenstände wie Drähte, Nägel oder Schrauben in den an Kinder verteilten Süßigkeiten gemeldet. Verletzt wurde dabei aber niemand.

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